Muede, dreckig aber gluecklich bin ich zurueck.
Morgens ging es nach einem leckeren Fruehstueck zur Agentur, wo ich die gloreiche Mitteilng erhielt, dass meine 4 Mitreisenden mit dem Bus von La Paz steckengeblieben sind und vor dem naechsten Tag nicht auf die Tour gehen koennen…. in 5min hiess es dann entscheiden: 3-tages Tour oder einen Tag in Uyuni warten. Ich entschied mich fuer die 3 Tage, da jeder weitere Tag in diesem Kaff langweilig geworden ware.
Los ging es nach einem Besuch auf einem Eisenbahnfriedhof im Jeep mit 5 anderen Leuten in den Salar, eine 12000km2 grosse Salzflaeche im Sueden Boliviens. Den ersten Tag fuhren wir ueber Salz, schauten einen Vulkan an (Tunupa) und machten viele viel Photos, besonders von unseren beiden Akrobaten, die tolle Spruenge hinlegten und Hebefiguren machten. Photos kann ich hier leider nicht hochladen, da nirgends das Cd-Laufwerk funktioniert… Auf der Insel Inkahuasi (fuer die doofen Touristen Isla Pescado: Fischinsel) Stiegen wir ein bisschen in den Felsen herum, bestaunten 1000 Jahre alte Kakteen und kriegten ein Mittagessen, alles mit Blick auf unendliche Salzflaechen mit einem Bergpanorama drum herum.
Weiter ging die wilde Fahrt, im Auto wurde wild zu Musik aus dem I-Pot herumgetanzt und Bloedsinn gemacht. Kent erzaehlte gerade von seiner tollen Sonnenbrille aus Australien und schmiss dabei seinen Kopf herum als eines der Glaeser herausfiel…. haben wir gelacht! Unser Fahrer mochte unsere Musik nicht und fuhr mit steinernem Gesicht vor sich hin, schwieg sich aus und war einfach humorlos.
Die Grutas de las Galaxias sahen aus als haette jemand einige Sabberfaeden gespannt… aber waren sehr eindrucksvoll. GLeich nebenan fand sich ein alter Friedhof aus Preinkazeiten, die Graeber waren aber alle leer, man konnte nur noch die Loecher ansehen. In der Unterkunft, die komplett aus Salz bestand (ok, das Dach nicht) kriegten wir ein Zimmer zugeteilt und Tom und ich gingen auf einen Spaziergang. Ich kletterte einen Felsen hoch und schaute mir die Grotten dort an, musste aber vor der Spitze wieder umkehren, da es schnell dunkel wurde und ich meine Taschenlampe nicht mit hatte. Abends gab es dann ein Essen und Tee, wir sassen noch bei einem Bier zusammen, gingen aber um 10 ins Bett.
Am naechsten Morgen hiess es nach dem Beobachten des Sonnenaufgangs (nur die harten kom’n in Gart’n: 2 von 6 schafften es aus dem Bett und mussten ohne Guide den Sonnenaufgang finden
) und einem Fruehstueck erst einmal warten… unser Fahrer musste das Rad am Wagen wechseln! Jaja, die Jeeps sind nicht gut gewartet und man kann ja auch nicht mal vorher nachsehen ob ein Rad platt ist! Danach ging es zu verschiedenfarbigen Lagunen, in denen viele Flamingos rumstanden und sich begucken liessen. Tom, unser Vogelexperte, musste jedesmal eingefangen werden und zum Jeep zurueck gebracht werden… er war total begeistert von den verschiedenen Voegeln und erzaehlte uns einiges ueber die drei verschiedenen Flamingoarten, die dort zu finden sind. er musste aber auch viele viele Witze ueber sich ergehen lassen! Aber selbst als Englaender nahm er es mit sehr viel Humor und konterte kraeftig zurueck.
Kokakauend hoppelten wir ueber die Piste und sahen an diesem Tag noch das Tal der Vulkane und fuer eine Stunde einen Strassenrand, da wir wieder ein Rad wechseln mussten und dieses erst repariert werden musste… das Extrarad musste ja schon morgens herhalten
Der Arbol de Piedra und die anderen weniger beruehmten Felsformationen drum herum wurden wieder sehr begeistert besichtigt, die Lust auf Lagunen hatte schon nachgelassen. Nahe der Laguna Colorado, einer roten Lagune, bezogen wir dann unsere Unterkunft, die mehr als einfach und KALT war. Die Betten waren mehr als unbequem und Decken existierten nicht… gut, dass wir alle Schlafsaecke mit hatten! nach einem Kaffetrinken gingen wir ueberganslos zu einem Abendessen ueber und sassen bei Kerzenlicht (kein Strom) um einen kleinen Ofen, hoeten Musik aus einer kleinen Box und tanzten umher. Spaeter mussten wir noch Sterne gucken gehen. So eindrucksvoll! Keine Stadt in der naehe, die mit ihrem Lich den Blick schmaelern koennte, nur wir, die Sterne und eine Eiseskaelte. Bibbernd fanden wir uns vor dem schon ausglimmenden Ofen wieder und versuchten spaeter in unseren Schlafsaecken warm zu werden. Es war es aber wert! SO ein eindrucksvoller Sternenhimmel!
Am naechsten Morgen ging es ohne Fruehstueck los, um 5.00! War jedenfalls geplant, wir standen, frisch aus dem Bett gequaelt, fertig gepackt vor der Tuer. Nur unser Wagen wollte nicht fahren… also wieder warten. Wenig spaeter ging es dann los zu einer Dampffontaine (manmade… Vulkanologen haben rumgebuddelt) und einer Kraterlandschaft, wo es fleissig rumblubberte und schefelige Wolken aufstiegen. Danach ging es zu heissen Quellen, wo 3 der 6 (ich natuerlich auch) ins Wasser verschwanden. In den heissen liessen wir es uns bis zum Fruehstueck gut gehen, alberten mit den anderen Reisenden herum und genossen einfach die Hitze nach dem kalten Morgen.
Nach einem leckeren Pancakefruehstueck ging es wieder im Auto zu 2 Lagunen und dann zus Grenze nach Chile, wo alle ausgeladen wurden. Ein heftiges Verabschieden und dann ging es nach einem kleinen Stopp im Valle de las Rocks heim nach Uyuni (6h Fahrt!).