Pyramiden-Lehmhuegel

September 30, 2006

Wie viele Pyramiden kann man an einem Tag besichtigen? VIELE

Morgens um 10 ging es los, meine Waesche aus der Waescherei war natuerlich noch nicht da…. also die letzte halbwegs saubere Hose geschnappt und ab ins Auto zu den Pyramiden Huaca de la Sol und Huaca de la Luna. Versprochen wurde mir ein englischer Guide… dem war aber nicht so, ein gelockter Guide begruesste uns auf Spanisch und tanze wild gestikulierend vor uns auf und ab. Er war recht gut zu verstehen und dank meiner Vorkenntnisse durch eine Film ueber die Pyramiden konnte ich anderen sogar aushelfen beim Uebersetzen der Informationen…. (jippi, ein Hoch auf mein Broeckelspanisch!) Nach der Besichtigung der Ausgrabungsstaetten der beiden Pyramiden und vielen vielen Zeichnungen im Sand und Erklaerungen ging es in einem Restaurant etwas essen. Mein Teller kam sehr spaet, dafuer war er aber auch HOCH beladen! Wer soll so viel essen? Huhn (was auch sonst hier…) mit Salat, Pommes und Reis, so wie einigen Sossen. Sehr typisches Gericht hier, auch wenn ich mich an die Pommes mit Reis nicht gewoehnen kann…  Mhhhh, aber lecker. Ich sass an einem Tisch mit einem Paerchen aus Lima, die ich sicher in der naechsten Woche wiedertreffen werde.

Anschliessend ging es zu verschiedenen Stationen:

Huaca el dragon

Huaca la Esmeralda

Museo de Sitio Chan Chan

Palacio Tschudi Chan Chan

Huanchato

Die Staetten waren sehr unterschiedlich, nicht nur von Stil her, sondern auch von der Herrichtung. Wie in Guatemala und Mexiko ist man hier in den letzten Jahren dazu uebergegangen nur noch auszugraben, zu befestigen und zu konservieren…. es wird nichts mehr hergerichtet und wieder aufgebaut.  Die ersten Pyramiden wurden noch wieder errichtet und die Malereinen vervollstaendigt und wiedererschaffen. Von den 20%, die von dem Gebauede uebrig waren sieht man nicht viel, makellose Waende und Formen verdecken die eigentlichen Ueberreste der Gebaeude. Aber schoen zu sehen ist bei ihnen die Ausrichtung  zu verschiedenen Punkten des Reiches, zu Bergen und Himmelsrichtungen. Das waere zum selbersehen so sicher nicht moeglich gewesen, wenn die Pyramide nicht wieder aufgebaut waere.

Die Stadt Chan Chan wird nach und nach ausgegraben und konserviert. Sie gleicht einem Labyrinth und muss sehr eindrucksvoll gewesen sein frueher, noch heute ist sie einfach unglaublich, wenn auch etwas luftiger als damals, an  manchen Stellen kann man ueber die Mauern schauen, frueher aber waren sie 10 Meter Hoch. In teilweise engen Gaengen konnte man zu den verschiedenen Haeusern und Palaesten gelangen, klar aufgeteil nach den Raengen und Aufgaben der Leute.

Mitten im Kleinen Palast ist das Grab des Koenigs. Netterweise durfte seine Frau und sein Harem mit ihm dort liegen, genauso wie seine engsten Vertrauten… jaja, dem Koenig nahe zu stehen und ihn deshalb in die naechste Welt zu begleiten konnte schnell mal den Kopf kosten ;)

In Huanchato haben den Sonnenuntergang bewundert und sind wieder heim gefahren. In diesem Dorf kann man die Vorgaenger des Surfbretts sehen! Die Fischer benutzten aus Binsen zusammen gebundene Boote und ruderten raus, auf den Wellen reitend ging es dann wieder zurueck an den Strand.


Trujillo

September 29, 2006

Heute morgen, in einem tollen Bett erholt aufgewacht (war ja auch teuer genug ;) ) ging es in Richtung Terminal. Hier gibt es nicht EINEN Terminal, sondern jede Busgesellschaft hat einen oder zwei! Naja, die Taxifahrer kennen sich aber aus und schwups sass ich und wartete auf meinen Bus. Wie schon in Ecuador und Central America musste ich feststellen, dass das Bussystem hier SEHR gut ausgebaut ist. Fuer etwa 4 Euro ging es 4 h in Richtung Sueden nach Trujillo, alle 30 min gibt es einen Bus.

Hier angekommen habe ich erst einmal gegessen. Wie immer keine Ahnung was genau es war… solange es lecker ist will ich es nicht so genau wissen ;) , die tun auch arme kleine Meerschweinchen in ihr Essen! Spaeter ein Taxi gekapert, ging es zu meiner Herberge, die mitten in der Stadt liegt. Die Altstadt ist schoen, offene Strassen und freundliche Leute. Bei der Touristeninfo habe ich Ikg Material bekommen (sogar auf Deutsch!) und nette Empfehlungen gekriegt, was ich noch alles in Peru anstellen kann. Auf der Suche nach dem Archeologischen Museum traf ich Horche (wird so gesprochen, nicht geschrieben…) der mir eine Tour andrehen wollte. Ich bin erstmal gemuetlich  durchs Museum gelaufen (wenn sie wirklich was verkaufen wollen warten sie auch ;) ) und bin dann spaeter mit zur Agentur gelaufen. Die Tour haette mich mit Bus und Eintritt mehr gekostet und so werde ich von Tuer zu Tuer gefahren. Ausserdem wurde ich in gebrochenem Deutsch gut unterhalten, was will ich mehr?


Chiclayo – Sipàn

September 28, 2006

Angekommen hier! Nach einer naechtlichen Busfahrt, einigen Stempeln im Pass und der wilden Suche nach einem Hotel heute morgen bin ich hier, im Tumbas Reales gelandet. Teuer! Aber fuer eine Nacht ganz nett ;) In Piura wollte ich doch nicht bleiben, also bin ich mit dem naechsten Bus weiter gefahren, ob nun 8 oder 12 Stunden, darauf kommt es dann auch nicht an.

Fleissig und muede habe ich mich gleich auf zu den Ruinen gemacht und sie besichtigt… jedenfalls die Lehmhuegel die zu sehen waren. Hin ging es in wilder Fahrt mit einem Minibus, der wieder die doppelte Menschenmenge auflud. Die Ruinen liegen 30km ausserhalb, 1,5 Stunden fahrt durch die kleinen Gemeinden und Hoefe. Hier in der Gegend wird viel Zucker angebaut, der dann in riesigen Buendeln auf kleine suesse Esel geschnallt abtransportiert wird. Man kann Scheiben der PLanzen als Suessigkeit auf der Strasse kaufen (ich habe mich immer gewundert, was die weissen Dinger wohl sind)
Eine horde Kinder ueberfiel mich als ich die Grabungsstaetten betrat und ich musste fuer Photos posieren und Fragen baetworten. Allerdings musste auch ein Photo mit den Lehrern gemacht werden. ;)

Nach einem Blick ins kleine Museum dort ging es wieder zurueck, 1,5 h im vollgepacktem Bus. Die Fahrt war wieder recht lustig, auch wenn ich Muskelkater vom Vortag habe! Die Landschaft hier ist einfach so anders als in Ecuador. Die Leute auch… auf der Strasse kann man keinen Schritt tun ohne beobachtet zu werden, Sprueche abzukriegen und einfach doof angemacht zu werden. Aber daran muss man sich gewoehnen…


Vilcabamba- Tour durch die Berge

September 27, 2006

Reiten in den Bergen, gibt es was schoeneres? Nur das Pferd darf schwitzen und man geniesst den schoenen Blick. Ich habe die Tour heute (4h) alleine gemacht mit einem Guide.

Gestern war das Wetter nicht so super, heute aber strahlte die Sonne, die Wege waren etwas staubig aber gut zu erreichen (fuer die Pferde ;) ) und der Blick?… Unbeschreiblich! Auch wenn hier momentan so etwas wie Herbst ist (bei 2 Erntezeiten etwas schwer zu sagen)

Fuer ein Bad im Wasserfall war es dann aber doch zu kalt und alleine wollte ich dort nicht im Bikini vor meinem Guide runmhuepfen. Also ging es nach einigen Kletteruebungen an Lianen wieder zurueck zu den Pferden und runter von den Bergen. Ein wilder Galopp durch die Felder war ein schoener Abschluss fuer den Ausflug.

Jetzt mache ich mich fertig und gehe in die Stadt, um dort einen Bus nach Loja zu nehmen, von woaus ich morgen um 7 weiter nach Peru (Piura) fahren werde.


Vilcabamba

September 26, 2006

Noch in Equador! Aber nicht mehr lange ;)

Nach Cuenca, einer wunderschoenen aber doch anstrengenden Stadt bin ich jetzt auf dem Land, umgeben von Bergen und (hoffentlich bald) viel viel Sonne. Ein bisschen muss ich mich von der letzten Fisch-Erfahrung erholen…. die Moral von der Geschicht’: iss NIEMALS Fisch in den Bergen! Man muss doch sehr leiden wenn man nicht dran denkt, ist aber gut fuer die schlanke Linie! Nur passen inzwischen keine der Sachen mehr, die ich mit habe :(
Die Fahrt hier her war recht lustig, in so etwas wie einem Luxusbus (= meine Beine passten zwischen die Sitze!) nach Loja und einer etwas eingeklemmten Fahrt in einer Art Collectivo nach Vicabamba bin ich in dieser Oase angekommen. Oase: 1000 Pflanzen stehen herum, es gibt einen Pool, Haengematten und andere Einrichtungen, die es hier sehr angenehm machen. Und alles zu noch angenehmeren Preisen!
Morgen geht es auf eine Tour in die Berge (mit Pferden) und dann gemuetlich weiter in Richtung Peru.


Cuenca

September 23, 2006

Cuenca…. was soll ich zu dieser Stadt sagen? Erst einmal ist es unmoeglich ein MicorUSBKabel zu kaufen ;) ABER: schoen, hell, warm, offen, freundlich! Es macht einfach Spass in den Strassen herum zu laufen und alles anzusehen. Kirchen noch und noecher, Museen zum Abwinken und nette Leute (tagsueber, nachts sollte man doch besser ein Taxi nehmen! Aber wir haben schon unseren persoenlichen Taxifahrer! :) )

Im Cafecito wohne ich momentan mit Carlos in einem Raum und verbringe meine Tage mit ihm und den anderen Bewohnern des Cafes. Gestern abend waren wir bei einer Tanzveranstaltung, die alle ausser mir bescheuert fanden. Ich aber war begeistert von dem Ein-Mann-Orchester, ein hippimaessig aussehernder Typ, der eine Tanzerin begleitete. Danach ging es feiern! Tanzen, Spass haben und neue Leute treffen. Ich habe jetzt schon eine Anlaufstelle in Lima und Reisebegleiter fuer Bolivien…. was will man mehr?!

Durch Zufall habe ich tagsueber Esther kennen gelernt und habe mit ihr heute eine coole Tour in den Nationalpark Cajas gemacht. 5h fleissig klettern und steigen. Unsere am haeufigsten gestellte Fragen? ¿Wo ist der Weg? ¿Ist das ein Weg? ¿Rechs oder links?

Jaja, die Karte war nicht sehr genau und die Wege fuehrten uns in ziemlichen Schnoerkeln durch die Gegend. Da wir schon um 6.14 losgefahren waren sahen wir erst auf dem Rueckweg (¿wenn es denn ein Weg war…?) weit weg einige andere Leute. Stundenlang genossen wir die Umgebeung, das Wetter, schauten Pflanzen an und staunten einfach ueber die Schoenheit dieses Ortes.  100 Bilder von Pflanzen und Bergen waren darauf auf CD gebrannt zu werden!

Nachher ging es wieder nach Cuenca, die mueden Fuesse ausruhen und ein bisschen Schlaf nach- und vorholen…. Feiern und fruehes Aufstehen vertragen sich nicht so! Morgen wollen wir wieder um 7.30 zu einer Tour! Also: schnell was essen und dann los! Ein schoenes Wochenende euch!


Riobamba- Alausi

September 23, 2006

Morgens um 5.30 ging es mit Sack und Pack zum Bahnhof in Riobamba, eine grosse Gruppe Hollaender wartete schon darauf, den Zug zu besteigen. Gefahren wird normalerweise auf dem Dach, es gigbt nur einen Wagon mit Sitzen. Die anderen Wagons sind Gueterwagen mit angeschweisten Gelaendern, damit die lieben Gaeste nicht runter fallen.

Das Warten wurde recht lang, erst um 7 sollte es losgehen und es war KALT! Naja, dann ging es mit grossem Geruckel los, in einer grossen Geschwindigkeit liessen wir Riobamba mit seinen Bergen hinter uns und machten uns in die karge Landschaft Equadors auf.

Am Rand der Schienen standen immer wieder Leute, die uns begeistert zugewunken haben, den Kindern wurden Kiloweise Lollis an die Koepfe geworfen (arme arme Zaehne! 3x die Woche Karneval?!). Interessant waren die Haeuser, die Hoefe und die Leute. Alle schauten freundlich laechelnd von ihrer Arbeit auf. Die Kleidung sehr traditionell und vor allem bei den Frauen sehr farbenfroh, stach aus den Feldern und Wegen am Gleisrand hervor.

In Alausi wurden noch ein paar Leute hinzugepackt und los ging es zur Teufelsnase. Die Abfahrt war sehr schoen, die Berge, Sonne und nette Mitreisende. Bei dem untersten Gleis durften wir wieder unsere platten Hintern spazieren fuehren und los ging es wieder in schnaufender Fahrt den Berg hinauf. Bis zum grossen Peng…. wir dachten erst der Zug haette gehalten, um die runtergefallenen Sachen eines Gastes aufzulesen, nach einigen Minuten stellte sich aber heraus, dass der Zug entgleist war. -Doch hier zeigte der Zug wieder seine Beruehmtheit: wir konnten auch neben dem Gleis fahren und nach einigen Minuten und fuerchterlichem Gequietsche standen alle Wagons wieder auf den Gleisen.

In Alausi war fuer uns dann die Fahrt zuende und es ging einige Zeit spaeter mit dem Bus nach Cuenca. 4h…Kleinigkeit dachten wir! aber nach 8h auf dem Zug und sehr knapp bemessenen Plaetzen im Zug wurde die Fahrt doch recht lang.

Endlich in Cuenca angekommen nahmen wir uns ein Taxi und fuhren zum Cafecito, einer kleinen Bar mit Zimmern. Ich blieb dort in einem Dorm.


Riobamba

September 20, 2006

81 Tage schon unterwegs! Die letzten 2 Tage habe ich in Riobamba verbracht, ich kenne jetzt alle Strassen im Centrum, habe 100 Laeden angesehen und viel viel geschlafen! Aber morgen geht es wieder los! Auf dem Dach eines Zuges fahren wir nach Alausi und danach ueber die Teufelsnase! Ich freue mich schon auf den Trip! Die Landschaft soll wunderschoen sein. Hier angekommen bin ich nach einer turbulenten und nassen Fahrt. Zunaechst auf der Achse eines ausgeraeumten Autos. Eine alte Dame aus Baños hat mich gefragt., ob ich nicht bis Ambato mitfahren wolle. Klar, wenn es umsonst ist? UNd von 70 jaehrigen Damen geht nicht gerade eine grosse Gefahr aus ;) Wir haben uns nett unterhalten und sie hat mir tolle Tips mit auf den Weg gegeben, was ich alles machen kann im wunderschoenen Equador (wo es auch nur an 2 von drei Tagen regnet ;) Das hat SIE gesagt :) ) Danach bin ich umgestiegen in einen Bus, wo ich gemuetlich vor mich hinschaukelte, bis uns der Fahrer aus dem Bus scheuchte. Mal wieder bei halber Fahrt abspringen hiess es dann! Und das mit vollem Gepaeck! Da geht man ganz schoen in die Knie. Mit der Linie 1 ging es dann ins Zentrum, ich habe mich in der Naehe vom Bahnhof absetzen lassen. Fuer grosses Gepaeck muss man extra zahlen! Aber in Guatemala war es ja genau so. Ñuca Huasi, mein Hotel sah von aussen ganz gut aus. Das Zimmer (man sieht sie sich hier IMMER vorher an! UNd ich ab jetzt auch das Klo ;) ) sah auch ganz nett aus. Bei meinem ersten Klogang aenderte sich aber das Bild… ich habe tatsaechlich eine Toilette gefunden, die meine Ekelgrenze uebersteigt! (Stella, wer haette das gedacht?!) Naja, es war ja nur fuer 1,5 Naechte… duschen kann auch mit ner Plastiktuete auf dem Boden und Klopapier hat man sowieso immer eigenes dabei (ist hier nicht im Service mit drin ;) ). Heute im Park habe ich nette Leute kennen gelernt und mit ihnen den Tag verbracht. Ich habe ein Paar aus Puyo Pungo wiedergetroffen (bei dem letztendlich erfolgreichen Versuch eine Fahrkarte fuer morgen zu kaufen, 3x kam ich umsonst zum Bahnhof!). In einem Restaurant gegenueber des Hotels wollte ich nur einen Kaffee trinken, es wurde dann aber das Tagesmenu! Es roch so lecker und ich hatte den ganzen Tag ueber nichts warmes gegessen. Und jetzt geht es gleich ins Bett. Vielleicht noch ein paar Vokabeln lernen (was man so macht, wenn man VIEL Zeit hat!) und endlich wieder ein bisschen lesen. Dazu habe ich bisher nur fuer eine Woche am Strand in Tulum Zeit gefunden. Morgen also schweben ueber dem Abgrund! WIr haben schon den Wettergott bestochen! Es gibt HOFFENTLICH keinen Regen, keinen Schnee und viel viel Sonne.


Poyo Pungo

September 17, 2006

Aus dem Jungel geschwommen!

Was ihr verpasst habt:

puto-pungo-4.JPG    puyo-pungo-3.JPG    puyo-pungo.JPG

-Gummistiefel und Bikini im Jungel

-Ameisen essen

-Sonnenuntergang ueber einem Vulkan

-Muecken

-Mueckenspraypartys

-Dragonblodtrees

-Lianenschaukeln

Ja, die Tour hat geklappt! Morgens um 8.30 stand ich puenktlich vor der Tuere der Reiseagentur und habe gewartet… als der Besitzer kam durfte ich drinnen warten und spaeter in einer anderen Agentur… aber dann ging es los, kleiner Rucksack, Regenmantel und Gummistiefel im Gepaeck in einem wackeligen rostigen Bus in Richtung Puyo Pungo.

Angekommen gab es erstmal was essbares! Ein kleines Nickerchen in Haengematten und dann MIT Rucksaecken und Wasserkanistern und Essen hoch zum 2. Camp, das melerisch auf einem Berg mitten im Jungel lag. Dort haben wir unsere Betten bezogen und das Gelaende bzw. den Ausblick besichtigt. Alle aussaffiert mit Gummitstiefeln und Regenmaenteln, Mueckenspray, Sonnencreme, Wasser, Handtuch, Badesachen,… keine Ahnung was noch ging es in den Jundel ein paar Wasserfaelle besichtigen (und in ihnen schwimmen), Pflanzen lernen (und essen) und im Schlamm kriechen ;)

Nachts kamen wir nach einem letzten Bad in einem Wasserfall, zu dem wir an ziemlich steilen Waenden an Lianen herunterklettern mussten, wieder im Camp an und bekamen ein TOLLES Essen serviert! Unser Guide war ein groesser Redner und ein noch besserer Koch!

Abends kamen uns noch ein paar weitere Hollaender (als haetten wir nicht schon genug gahabt?!) besuchen und wir 2 andere haben uns an die Guids gehalten und Spanisch gesprochen.

Am nachsten Tag ging es im Regen wieder in den Wald, Stunde um Stunde! Mittags hatten wir das erste Camp erreicht und ein belgisches Paerchen und ich fuehren mit einem Canu ueber einen wilden Fluss (unser Gepaeck wurde etwas nass) weiter zu einer Comunidad indigena in der Naehe, wo die beiden bei einem Schamanen noch einmal geheiratet haben. Nicht so eindrucksvoll, wie ich gedacht habe! Der Mann war aber interessant und hat uns jede Menge erzaehlt.  Abends ging es noch zu einer Lagune, wo wir keine Tiere gesehen haben :( .

Am Naechsten Tag, wieder bei Regen, ging es zu einem Aussichtspunkt, von dem man wegen dem Nebel nichts sehen konnte. Wir haben angefangen Armbaender zu basteln und nach einer Stunde hatte sich der Regen verzogen und wir konnten ueber das Tal sehen.

IN Booten auf dem Dach eines Autos ging es dann zurueck zum 1. Camp, wo wir ein letztes Essen serviert bekamen. Hinten auf einem Pickup ging es dann wieder nach Baños (KALT!!! aber in das Auto passten nur drei Leute…) Und da gab es erstmal eine HEISSE DUSCHE! Die Sachen dreckig in die Ecke gepfeffert (sie bestehen nur noch aus Schlamm!) und die Gummistiefel wieder abgegeben (ebenfalls mit einem Kilo Schlamm dran ;) ) gehen wir heute tanzen. Die geschundenen Fuesse koennen sich morgen auf der Fahrt nach Riobamba ausruhen ;)


Baños

September 17, 2006

‘Baños… nein, fahr nicht hin, eine dreckige Stadt nach dem Vulkanausbruch!’  Wie gut, dass ich diesen Rat nicht befolgt habe! Die Stadt ist super, klein aber fein wueder ich sagen. Ich kam abends an an und habe auch direkt ein Hostel gefunden, durch geschicktes Handeln fuer 4 Dollar. Danach bin ich durch die Strassen gelaufen und habe versucht eine Tour fuer den naechsten Tag zu buchen. Da aber mindestens 2 Leute mitfahren muessen und nicht gerade Saison ist im Moment ein kleines Problem, ich bin fuer den uebernaechsten Tag vertroestet worden. Nach einer einsamen Nacht im Hostel (als einziger Gast!) habe ich mich am naechsten Morgen auf den Weg zur Virgin Mary aufgemacht, die malerisch auf halber Hoehe auf dem Berg hinter Baños sitzt. Nach einigen 100 Stufen und dem kompletten Leidensweg Christi (in Stein gehauen, man leidet mit nach der Haelfte des Weges) hatte ich einen schoenen sonnigen Blick auf Baños. Aber…. die Bergspitze lockte und ich habe mich auf den Weg gemacht. Alleine… aber ‘das waere kein Problem’ haben sie mir in einer Reiseagentur gesagt.

Anhand einer Karte mit bunten Maennchen drauf, die lachend den Berg hoch laufen, ging es hinauf. Der Anfang war auch nett, Sonne, nicht zu steil…. dann fing es an zu regnen. Umdrehen? Wenn man denkt fast oben zu sein?! No way!

Also ging es weiter, immer wieder auf Haenden und Fuessen, da der Weg glitschig wurde und einfach nur steil war! Nach 2h war es dann auch geschafft. Inzwischen wieder bei Sonne hatte ich einer schoenen Rundblick auf Taeler und Berge und DEN VULKAN. Ich wollte mehrmals umdrehen, der Weg zurueck waere aber nur auf dem Hintern zu bewaeltigen gewesen, da inzwischen eine Schlammpiste den Berg hinab fuehrte…

Beim Ausblickspunkt ‘Mirador’ habe ich 3,5 Schweden getroffen, mit denen ich meine Weg fortsetzte. Lea (ein Baby -> 0,5 Schwedin) hatte es gut, wir mussten im stroemenden Regen durch den Schlamm und sie wurde friedlich mit einem Tragegurt durch die Gegend geschaukelt. Nach 3h fanden wir die letzte Abzweigung und kamen nass und erschoepft wieder in Baños an. Was keiner uns gesagt hat: in der anderen Richtung standen an allen Abzweigungen Schilder, wir sind eher auf ‘gut Glueck’ gelaufen…. Aber es hat ja geklappt. Fuer 1,5 Dollar haben wir noch etwas gegessen und sind dann zur Dusche gewankt!