Poyo Pungo

September 17, 2006

Aus dem Jungel geschwommen!

Was ihr verpasst habt:

puto-pungo-4.JPG    puyo-pungo-3.JPG    puyo-pungo.JPG

-Gummistiefel und Bikini im Jungel

-Ameisen essen

-Sonnenuntergang ueber einem Vulkan

-Muecken

-Mueckenspraypartys

-Dragonblodtrees

-Lianenschaukeln

Ja, die Tour hat geklappt! Morgens um 8.30 stand ich puenktlich vor der Tuere der Reiseagentur und habe gewartet… als der Besitzer kam durfte ich drinnen warten und spaeter in einer anderen Agentur… aber dann ging es los, kleiner Rucksack, Regenmantel und Gummistiefel im Gepaeck in einem wackeligen rostigen Bus in Richtung Puyo Pungo.

Angekommen gab es erstmal was essbares! Ein kleines Nickerchen in Haengematten und dann MIT Rucksaecken und Wasserkanistern und Essen hoch zum 2. Camp, das melerisch auf einem Berg mitten im Jungel lag. Dort haben wir unsere Betten bezogen und das Gelaende bzw. den Ausblick besichtigt. Alle aussaffiert mit Gummitstiefeln und Regenmaenteln, Mueckenspray, Sonnencreme, Wasser, Handtuch, Badesachen,… keine Ahnung was noch ging es in den Jundel ein paar Wasserfaelle besichtigen (und in ihnen schwimmen), Pflanzen lernen (und essen) und im Schlamm kriechen ;)

Nachts kamen wir nach einem letzten Bad in einem Wasserfall, zu dem wir an ziemlich steilen Waenden an Lianen herunterklettern mussten, wieder im Camp an und bekamen ein TOLLES Essen serviert! Unser Guide war ein groesser Redner und ein noch besserer Koch!

Abends kamen uns noch ein paar weitere Hollaender (als haetten wir nicht schon genug gahabt?!) besuchen und wir 2 andere haben uns an die Guids gehalten und Spanisch gesprochen.

Am nachsten Tag ging es im Regen wieder in den Wald, Stunde um Stunde! Mittags hatten wir das erste Camp erreicht und ein belgisches Paerchen und ich fuehren mit einem Canu ueber einen wilden Fluss (unser Gepaeck wurde etwas nass) weiter zu einer Comunidad indigena in der Naehe, wo die beiden bei einem Schamanen noch einmal geheiratet haben. Nicht so eindrucksvoll, wie ich gedacht habe! Der Mann war aber interessant und hat uns jede Menge erzaehlt.  Abends ging es noch zu einer Lagune, wo wir keine Tiere gesehen haben :( .

Am Naechsten Tag, wieder bei Regen, ging es zu einem Aussichtspunkt, von dem man wegen dem Nebel nichts sehen konnte. Wir haben angefangen Armbaender zu basteln und nach einer Stunde hatte sich der Regen verzogen und wir konnten ueber das Tal sehen.

IN Booten auf dem Dach eines Autos ging es dann zurueck zum 1. Camp, wo wir ein letztes Essen serviert bekamen. Hinten auf einem Pickup ging es dann wieder nach Baños (KALT!!! aber in das Auto passten nur drei Leute…) Und da gab es erstmal eine HEISSE DUSCHE! Die Sachen dreckig in die Ecke gepfeffert (sie bestehen nur noch aus Schlamm!) und die Gummistiefel wieder abgegeben (ebenfalls mit einem Kilo Schlamm dran ;) ) gehen wir heute tanzen. Die geschundenen Fuesse koennen sich morgen auf der Fahrt nach Riobamba ausruhen ;)


Baños

September 17, 2006

‘Baños… nein, fahr nicht hin, eine dreckige Stadt nach dem Vulkanausbruch!’  Wie gut, dass ich diesen Rat nicht befolgt habe! Die Stadt ist super, klein aber fein wueder ich sagen. Ich kam abends an an und habe auch direkt ein Hostel gefunden, durch geschicktes Handeln fuer 4 Dollar. Danach bin ich durch die Strassen gelaufen und habe versucht eine Tour fuer den naechsten Tag zu buchen. Da aber mindestens 2 Leute mitfahren muessen und nicht gerade Saison ist im Moment ein kleines Problem, ich bin fuer den uebernaechsten Tag vertroestet worden. Nach einer einsamen Nacht im Hostel (als einziger Gast!) habe ich mich am naechsten Morgen auf den Weg zur Virgin Mary aufgemacht, die malerisch auf halber Hoehe auf dem Berg hinter Baños sitzt. Nach einigen 100 Stufen und dem kompletten Leidensweg Christi (in Stein gehauen, man leidet mit nach der Haelfte des Weges) hatte ich einen schoenen sonnigen Blick auf Baños. Aber…. die Bergspitze lockte und ich habe mich auf den Weg gemacht. Alleine… aber ‘das waere kein Problem’ haben sie mir in einer Reiseagentur gesagt.

Anhand einer Karte mit bunten Maennchen drauf, die lachend den Berg hoch laufen, ging es hinauf. Der Anfang war auch nett, Sonne, nicht zu steil…. dann fing es an zu regnen. Umdrehen? Wenn man denkt fast oben zu sein?! No way!

Also ging es weiter, immer wieder auf Haenden und Fuessen, da der Weg glitschig wurde und einfach nur steil war! Nach 2h war es dann auch geschafft. Inzwischen wieder bei Sonne hatte ich einer schoenen Rundblick auf Taeler und Berge und DEN VULKAN. Ich wollte mehrmals umdrehen, der Weg zurueck waere aber nur auf dem Hintern zu bewaeltigen gewesen, da inzwischen eine Schlammpiste den Berg hinab fuehrte…

Beim Ausblickspunkt ‘Mirador’ habe ich 3,5 Schweden getroffen, mit denen ich meine Weg fortsetzte. Lea (ein Baby -> 0,5 Schwedin) hatte es gut, wir mussten im stroemenden Regen durch den Schlamm und sie wurde friedlich mit einem Tragegurt durch die Gegend geschaukelt. Nach 3h fanden wir die letzte Abzweigung und kamen nass und erschoepft wieder in Baños an. Was keiner uns gesagt hat: in der anderen Richtung standen an allen Abzweigungen Schilder, wir sind eher auf ‘gut Glueck’ gelaufen…. Aber es hat ja geklappt. Fuer 1,5 Dollar haben wir noch etwas gegessen und sind dann zur Dusche gewankt!