September 23, 2006
Cuenca…. was soll ich zu dieser Stadt sagen? Erst einmal ist es unmoeglich ein MicorUSBKabel zu kaufen
ABER: schoen, hell, warm, offen, freundlich! Es macht einfach Spass in den Strassen herum zu laufen und alles anzusehen. Kirchen noch und noecher, Museen zum Abwinken und nette Leute (tagsueber, nachts sollte man doch besser ein Taxi nehmen! Aber wir haben schon unseren persoenlichen Taxifahrer!
)
Im Cafecito wohne ich momentan mit Carlos in einem Raum und verbringe meine Tage mit ihm und den anderen Bewohnern des Cafes. Gestern abend waren wir bei einer Tanzveranstaltung, die alle ausser mir bescheuert fanden. Ich aber war begeistert von dem Ein-Mann-Orchester, ein hippimaessig aussehernder Typ, der eine Tanzerin begleitete. Danach ging es feiern! Tanzen, Spass haben und neue Leute treffen. Ich habe jetzt schon eine Anlaufstelle in Lima und Reisebegleiter fuer Bolivien…. was will man mehr?!
Durch Zufall habe ich tagsueber Esther kennen gelernt und habe mit ihr heute eine coole Tour in den Nationalpark Cajas gemacht. 5h fleissig klettern und steigen. Unsere am haeufigsten gestellte Fragen? ¿Wo ist der Weg? ¿Ist das ein Weg? ¿Rechs oder links?
Jaja, die Karte war nicht sehr genau und die Wege fuehrten uns in ziemlichen Schnoerkeln durch die Gegend. Da wir schon um 6.14 losgefahren waren sahen wir erst auf dem Rueckweg (¿wenn es denn ein Weg war…?) weit weg einige andere Leute. Stundenlang genossen wir die Umgebeung, das Wetter, schauten Pflanzen an und staunten einfach ueber die Schoenheit dieses Ortes. 100 Bilder von Pflanzen und Bergen waren darauf auf CD gebrannt zu werden!
Nachher ging es wieder nach Cuenca, die mueden Fuesse ausruhen und ein bisschen Schlaf nach- und vorholen…. Feiern und fruehes Aufstehen vertragen sich nicht so! Morgen wollen wir wieder um 7.30 zu einer Tour! Also: schnell was essen und dann los! Ein schoenes Wochenende euch!
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Verfasst von mareike
September 23, 2006
Morgens um 5.30 ging es mit Sack und Pack zum Bahnhof in Riobamba, eine grosse Gruppe Hollaender wartete schon darauf, den Zug zu besteigen. Gefahren wird normalerweise auf dem Dach, es gigbt nur einen Wagon mit Sitzen. Die anderen Wagons sind Gueterwagen mit angeschweisten Gelaendern, damit die lieben Gaeste nicht runter fallen.
Das Warten wurde recht lang, erst um 7 sollte es losgehen und es war KALT! Naja, dann ging es mit grossem Geruckel los, in einer grossen Geschwindigkeit liessen wir Riobamba mit seinen Bergen hinter uns und machten uns in die karge Landschaft Equadors auf.
Am Rand der Schienen standen immer wieder Leute, die uns begeistert zugewunken haben, den Kindern wurden Kiloweise Lollis an die Koepfe geworfen (arme arme Zaehne! 3x die Woche Karneval?!). Interessant waren die Haeuser, die Hoefe und die Leute. Alle schauten freundlich laechelnd von ihrer Arbeit auf. Die Kleidung sehr traditionell und vor allem bei den Frauen sehr farbenfroh, stach aus den Feldern und Wegen am Gleisrand hervor.
In Alausi wurden noch ein paar Leute hinzugepackt und los ging es zur Teufelsnase. Die Abfahrt war sehr schoen, die Berge, Sonne und nette Mitreisende. Bei dem untersten Gleis durften wir wieder unsere platten Hintern spazieren fuehren und los ging es wieder in schnaufender Fahrt den Berg hinauf. Bis zum grossen Peng…. wir dachten erst der Zug haette gehalten, um die runtergefallenen Sachen eines Gastes aufzulesen, nach einigen Minuten stellte sich aber heraus, dass der Zug entgleist war. -Doch hier zeigte der Zug wieder seine Beruehmtheit: wir konnten auch neben dem Gleis fahren und nach einigen Minuten und fuerchterlichem Gequietsche standen alle Wagons wieder auf den Gleisen.
In Alausi war fuer uns dann die Fahrt zuende und es ging einige Zeit spaeter mit dem Bus nach Cuenca. 4h…Kleinigkeit dachten wir! aber nach 8h auf dem Zug und sehr knapp bemessenen Plaetzen im Zug wurde die Fahrt doch recht lang.
Endlich in Cuenca angekommen nahmen wir uns ein Taxi und fuhren zum Cafecito, einer kleinen Bar mit Zimmern. Ich blieb dort in einem Dorm.
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Verfasst von mareike