Salta

November 26, 2006

Angekommen in Argentinien! Nach 24h im Bus kam ich erschoepft hier an und wurde gleich praktischer Weise von einem Mitarbeiter aus dem Youthhostal eingesammelt und bis vor die Tuer gebracht. Auf der Fahrt hatte ich einen neuseelaendischen Farmer neben mir, mit dem ich ein Dorm auf machte. Da mein Magen nicht so super war machte ich nicht viel die naechsten Tage, immer die Naehe eines Bades suchend ;) zog ich durch einige Laeden und um den Block.

Da hier drei Backpackerhostals existieren werden sehr viele Aktivitaeten angeboten, u.a. BBQ 2x die Woche. Schweren Herzens sah ich am Mi den anderen beim Essen zu, ich hatte mich  doch so auf das Essen hier gefreut! Danach ging es in einen Bar (Cola trinken ;) ) und ein bisschen tanzen. Aber viel machte ich in diesen Tagen nicht… lange krank sein schlaucht etwas und ich hing hauptsaechlich nur rum, las mein frisch getauschtes Buch und genoss die Sonne.

Am Freitag sah alles schon wieder viel besser aus, fester Speisen :) Und das wurde vorsichtig ausgenutzt! Die Stadt ist ganz nett zum Bummeln, man kann stundenlang shoppen gehen und seine Zeit verbingen ohne etwas wirklich sinnvolles zu tun. Weniger sinnvoll hingen wir nachts im Hostal rum, redeten, tanzten um  die Rezeption und spielten Pool.

Samstag wollten wir nach San Lorenzo, unser selbst ernannter Guide verschlief aber und wir zogen alleine los, lagen an einem steinigen Fluss ein bisschen inder Sonne, kletterten auf Steinen rum und nahmen gegen fruehen Nachmittag den Bus zurueck. Abends traf ich mich mit einem Freund aus La Paz und ging schliesslich zum lang ersehten BBQ! Mhhh, was fuer ein Schlemmen! Salate und FLEISCH! Nach Bolivien und Peru und dem staendigen Haehnchen dort soooo lecker! Nach einer Kostprobe traditioneller argentinischer Musik ging die ganze Meute in eine Mar in der Naehe und spaeter in einen Club, wo wir bis um 6 wild tanzten, versuchten unsere Hinteteile vor argentinischen Angriffen zu schuetzen und einfach nur Spass hatten. Als die Musik ausgestellt wurde gingen wir noch in eine andere Bar, die allerdings kurz danach von der Polizei geraeumt wurde… naja, man solls ja auch nicht uebertreiben, wir gingen also heim und versuchten zu schlafen.

Um 11 musste ich mein Zimmer verlassen… also nicht viel Schlaf fuer mich! Nach einen leckeren Fruehstueck ging ich in die Stadt und fuhr mit dem Lift auf einen Berg um den Blick ueber Salta auch einmal gesehen zu haben. Heute fahre ich nachts nach Cordoba und danach in Richtung Sueden bis Bariloche… es ist nicht mehr viel Zeit uebrig! Aber die werde ich nutzen! So viele schoene Dinge gibt es hier zu entdecken. Demnaechst also aus Cordoba! Liebe Gruesse.


Potosi

November 21, 2006

Noch halb krank ging es nach Potosi die Minen dort ansehen. Schon im Bus in Sucre machte ich Bekanntschaft mit einer Gruppe von Italienern, die sich sehr gewissenhaft um mein Wohl bzw. auch das meiner Tasche kuemmerten. Ich kriegte italienischen Kaese (ohoh, ob das so gut war?!) ueber 5 Reihen immer wieder nette Sachen zugerufen und alle 10 min einen Besuch von Angelo oder einem anderen Italiener (Name unbekannt ;) ) Abends im Dunklen kamen wir an und schwups sass ich mit der Truppe in einem Bus zum Hotel, also kein Taxi bezahlen :) Ich kriegte mit einiger Verspaetung ein Zimmer und versuchte meinen Magen mit viel viel Tee zur Ruhe zu bringen. ‘Klopfklopf’ Wer ist denn das?! Angelo brachte mir Wasser und etwas Essbares, war ja lieb gemeint! Bei dem Geruch des Sandwiches drehte sich mir aber fast der Magen um und ich sagte ich wuede es spaeter essen, nach einem Stuendchen Quatschen ging ich dann ins Bett.

Am Naechsten Tag ging es wieder mit den Italienern zu einer Mine, wo wir uns erst einmal mit Dynamit, Coca, Getraenken…. eindeckten, die als Geschenke fuer die Arbeiter gedacht waren. Nach einem Besuch beim Mirador mit Ausblick ueber die Stadt und einer kleinen Explosion gleich neben der Jesusstatue :) ging es dann in sehr schoenen gruenen Anzuegen gekleidet in die Mine. Dort bekamen wir eine Einfuhrung in die verschiedenen Metalle der Gegend, Abbautechniken und die Situation der Arbeiter. Z.B. bekommen sie kein Arbeitsmaterial zur Verfuegung gestellt… darum sind Geschenke von z.B. Dynamit sehr gerne gesehen. Sie haben keine Versicherung und die Bergmusik die 2x am Tag gespielt wird (=Sprengungen) laufen sehr unkoordiniert ab… Aber trotz dessen passiert gluecklicherweise reichlich wenig! Wir redeten ein bisschen mit den Arbeitern, spielten mit unseren schicken Lampen herum und mussten of zurueck gerufen werden: ‘Da geht es 20m runter! Weg dort von der Kante!’ Jaja, halte mal 20 Italiener im Zaum! Spaeter wurde noch dem Hoehlengott geopfert und ein unterirdisches Museum besucht und dann ging es endlich wieder ans Tageslicht. Ein schrecklicher Ort um dort 8-10 h taeglich zu verbringen!

Abends nahm ich dann, gegen das Anraten der Italiener, einen Bus nach Salta. Die Fahrt dauerte 24h mit Grenzuebergang und Buswechsel (die Argentinier stellten sich wirklich an! Wir mussten 2h warten! Und ich hatte doch ein Ticket! Das wurde dann aber nach einigem Hin und Her noch umgetauscht). Ich habe JEDES Klo der Strecke gesehen ;)


Sucre

November 20, 2006

Nix gemacht, nur: rumgelaufen, Schoki gekauft, ins Kino gegangen, Dinospuren auf einer Wand von weit weit weg angesehen, das Nachtleben genossen und meinen Darm gepflegt (Felix, falls du dies liesst: ich bin wohl doch nicht unverwuestlich ;) Mist!)

Ist eine tolle Stadt! Tolles Wetter bis zu meinem Abreisetag und verrueckte Leute, von allem ein bisschen!

Momentan bin ich nicht sehr motiviert mehr zu schreiben… vielleicht die Tage mehr aus Argentinien, wo ich heute noch hin fahre (von Potosi aus). LiebeGruesse.


Salar von Uyuni

November 14, 2006

Muede, dreckig aber gluecklich bin ich zurueck.

Morgens ging es nach einem leckeren Fruehstueck zur Agentur, wo ich die gloreiche Mitteilng erhielt, dass meine 4 Mitreisenden mit dem Bus von La Paz steckengeblieben sind und vor dem naechsten Tag nicht auf die Tour gehen koennen…. in 5min hiess es dann entscheiden: 3-tages Tour oder einen Tag in Uyuni warten. Ich entschied mich fuer die 3 Tage, da jeder weitere Tag in diesem Kaff langweilig geworden ware.

Los ging es nach einem Besuch auf einem Eisenbahnfriedhof im Jeep mit 5 anderen Leuten in den Salar, eine 12000km2  grosse  Salzflaeche im Sueden Boliviens. Den ersten Tag fuhren wir ueber Salz, schauten einen Vulkan an (Tunupa) und machten viele viel Photos, besonders von unseren beiden Akrobaten, die tolle Spruenge hinlegten und Hebefiguren machten. Photos kann ich hier leider nicht hochladen, da nirgends das Cd-Laufwerk funktioniert… Auf der Insel Inkahuasi (fuer die doofen Touristen Isla Pescado: Fischinsel) Stiegen wir ein bisschen in den  Felsen herum, bestaunten 1000 Jahre alte Kakteen und kriegten ein Mittagessen, alles mit Blick auf unendliche Salzflaechen mit einem Bergpanorama drum herum.

Weiter ging die wilde Fahrt, im Auto wurde wild zu Musik aus dem I-Pot herumgetanzt und Bloedsinn gemacht. Kent erzaehlte gerade von seiner tollen Sonnenbrille aus Australien und schmiss dabei seinen Kopf herum als eines der Glaeser herausfiel…. haben wir gelacht! Unser Fahrer mochte unsere Musik nicht und fuhr mit steinernem Gesicht vor sich hin, schwieg sich aus und war einfach humorlos.

Die Grutas de las Galaxias sahen aus als haette jemand einige Sabberfaeden gespannt… aber waren sehr eindrucksvoll. GLeich nebenan fand sich ein alter Friedhof aus Preinkazeiten, die Graeber waren aber alle leer, man konnte nur noch die Loecher ansehen. In der Unterkunft, die komplett aus Salz bestand (ok, das Dach nicht) kriegten wir ein Zimmer zugeteilt und Tom und ich gingen auf einen Spaziergang. Ich kletterte einen Felsen hoch und schaute mir die Grotten dort an, musste aber vor der Spitze wieder umkehren, da es schnell dunkel wurde und ich meine Taschenlampe nicht mit hatte. Abends gab es dann ein Essen und Tee, wir sassen noch bei einem Bier zusammen, gingen aber um 10 ins Bett.

Am naechsten Morgen hiess es nach dem Beobachten des Sonnenaufgangs (nur die harten kom’n in Gart’n: 2 von 6 schafften es aus dem Bett und mussten ohne Guide den Sonnenaufgang finden ;) ) und einem Fruehstueck erst einmal warten… unser Fahrer musste das Rad am Wagen wechseln! Jaja, die Jeeps sind nicht gut gewartet und man kann ja auch nicht mal vorher nachsehen ob ein Rad platt ist! Danach ging es zu verschiedenfarbigen Lagunen, in denen viele Flamingos rumstanden und sich begucken liessen. Tom, unser Vogelexperte, musste jedesmal eingefangen werden und zum Jeep zurueck gebracht werden… er war total begeistert von den verschiedenen Voegeln und erzaehlte uns einiges ueber die drei verschiedenen Flamingoarten, die dort zu finden sind.  er musste aber auch viele viele Witze ueber sich ergehen lassen! Aber selbst als Englaender nahm er es mit sehr viel Humor und konterte kraeftig zurueck.

Kokakauend hoppelten wir ueber die Piste und sahen an diesem Tag noch das Tal der Vulkane und fuer eine Stunde einen Strassenrand, da wir wieder ein Rad wechseln mussten und dieses erst repariert werden musste… das Extrarad musste ja schon morgens herhalten ;)

Der Arbol de Piedra und die anderen weniger beruehmten Felsformationen drum herum wurden wieder sehr begeistert besichtigt, die Lust auf Lagunen hatte schon nachgelassen. Nahe der Laguna Colorado, einer roten Lagune, bezogen wir dann unsere Unterkunft, die mehr als einfach und KALT war. Die Betten waren mehr als unbequem und Decken existierten nicht… gut, dass wir alle Schlafsaecke mit hatten! nach einem Kaffetrinken gingen wir ueberganslos zu einem Abendessen ueber und sassen bei Kerzenlicht (kein Strom) um einen kleinen Ofen, hoeten Musik aus einer kleinen Box und tanzten umher. Spaeter mussten wir noch Sterne gucken gehen. So eindrucksvoll! Keine Stadt in der naehe, die mit ihrem Lich den Blick schmaelern koennte, nur wir, die Sterne und eine Eiseskaelte. Bibbernd fanden wir uns vor dem schon ausglimmenden Ofen wieder und versuchten spaeter in unseren Schlafsaecken warm zu werden. Es war es aber wert! SO ein eindrucksvoller Sternenhimmel!

Am naechsten Morgen ging es ohne Fruehstueck los, um 5.00! War jedenfalls geplant, wir standen, frisch aus dem Bett gequaelt, fertig gepackt vor der Tuer. Nur unser Wagen wollte nicht fahren… also wieder warten. Wenig spaeter ging es dann los zu einer Dampffontaine (manmade… Vulkanologen haben rumgebuddelt) und einer Kraterlandschaft, wo es fleissig rumblubberte und schefelige Wolken aufstiegen. Danach ging es zu heissen Quellen, wo 3 der 6 (ich natuerlich auch) ins Wasser verschwanden. In den heissen liessen wir es uns bis zum Fruehstueck gut gehen, alberten mit den anderen Reisenden herum und genossen einfach die Hitze nach dem kalten Morgen.

Nach einem leckeren Pancakefruehstueck ging es wieder im Auto zu 2 Lagunen und dann zus Grenze nach Chile, wo alle ausgeladen wurden. Ein heftiges Verabschieden und dann ging es nach einem kleinen Stopp im Valle de las Rocks heim nach Uyuni (6h Fahrt!).


Uyuri

November 11, 2006

Was stellt man in Uyuri an?! Das habe ich mich nach einem halben Tag hier gefragt! Als erstes kann man Obstsalat essen ;) habe ich getan. Dann kann man rum laufen, hab ich auch gemacht und dann?! Alle Agenturen abklappern und die beste Tour heraussuchen ;) Ok, nicht alle aber einige. Ich habe die Tour mit dem besten Essen herausgesucht! ;) Und dann??…. ja, das weiss ich auch nicht. Ab und zu das Hotel aufsuchen, wieder rumlaufen, Internet, schlafen.

Naja, aber ich habe den Tag rumgekriegt und morgen geht es mit einer Tour 4 Tage in die Umgebung, den Salar (oder das? die?) ansehen, Flamingos und andere Tiere beobachten und in einem Hotel ganz aus Salz schlafen. In ein paar Tagen mehr!


Ueberfall!

November 10, 2006

Dachten wir jedenfalls, auf der naechtlichen Strasse wurde der Bus von einer Gruppe vermummter schwarz gekleideter Maenner gestoppt. Sie stellten sich aber als Polizisten heraus und nahmen den ganzen Bus auseinander! (Ich fand nur die Ueberschrift ein bisschen aufregender! BILD-maessig ;) )

Wenn die Taschen der Einheimischen untersucht wurden wurde meine AUSEINANDERGENOMMEN, auf freundliche Weise aber unmissverstaendlich! Sie waren etwas nervoes die Jungs. Gut, dass sie die Kleidung der Frauen nicht abgetastet haben, keine Ahung was sie zu meinem CS-Gas gesagt haetten! OK, meinen Rucksack im Bus wieder eingepackt kam ein Polizist rein und faselte etwas von einer bolsa negro… ein Reiserucksack ist fuer mich keine Bolsa, ich versuchte also weiter zu schlafen. Als dann aber kam: ‘mit Flaggen drauf’ wurde ich stutzig und meldete mich. Nach draussen geschickt musste ich meinen Rucksackaufschliessen und zusehen wie sie sich alles in aller Ruhe anguckten. Warum meine Tasche?! Sie scherzten ein bisschen rum und fragten mich ueber meinen Urlaub aus und schliesslich durfte ich alles wieder einpacken. Mh, wenn sie wirklich was suchten haben sie leider die untere Klappe vergessen ;P

Danach ging es wieder los, eingequetscht zwischen einer dicken Mami (Name fuer Frauen hier, ich werde auch so genannt ;) )  und dem aklten Fenster versuchte ich meine Beine um das vor mir auf dem Boden schlafende Kind zu basteln. Die Mutter dazu sass mit den anderen beiden Kindern auf ihrem Sitz (1 Sitz fuer 4 Personen ;) das gaebe es bei uns nicht, hier wird aber alles mit im Bus transportiert Huehner, Taschen Beutel, Bierkaesten… und eben viele viele Kinder, die keine eigene Fahrkarte brauchen) und um 4 morgens kamen wir mit einer Stunde Verspaetung in Uyuri an. SCHWEINEKALT hier!!! Schon der kurze Weg zum Hostal liess mich bibbern! Und das mit meinem Husten. Im Hostal kriegte ich dann ein Bett, verstaerkte die Decke mit meinem Schlafsack und schlummerte bis 10.00 Uhr. `Klopf klopf…´ Die Frau von der Agentur, die mir das Hostel gezeitgt hatte, stand vor der Tuer. Ich noch immer verschnupft und krank stand da und hoerte mir an was sie fuer Touren zu bieten hatte, ein ´hey, ich bin krank, kann ich spaeter vorbei kommen?´ wirkte nicht! Mal sehen, ich werde vorher vergleichen und erst mal die Sonne hier geniessen, krank auf eine Tour gehe ist nicht so super.  Mal sehen.


Cochabamba

November 9, 2006

Das versprochene gute Wetter blieb aus…. es regntete und ich hatte keine Lust die Stadt anzusehen… also ging ich nur ein paar Mails schreiben und auf den Markt einen RIESIGEN, leckeren Obstsalat essen! MHHHHHHHHHHHHH das Obst hier ist so gut! Gegen Mittag rief ich bei Meggie an, die Mutter meinte: ‘Ja komm, wir erwarten dich schon!’ Also versuchte ich ein Taxi zu bekommen (bei dem anhaltenden Regen gar nicht so leicht) und fuhr ans andere Ende der Stadt. Dort wurde ich herzlich empfangen, an den Kuechentisch verfrachtet und kriegte ein leckeres Essen aufgetischt. Nach und nach troepfelte die Familie aus allen Ecken ein: Mutter und Vater von Maggie, 2 Brueder, eine Schwester mit Sohn und sie mit Nachwuchs (beide Kusins, Sebastian und Camilo, sind im gleichen Alter, ein suesses Paar!). Wir assen zusammen und spaeter verzogen Maggie und ich uns inihr Zimmer, wo ber die beiden Kleinen lautstark spielten.

Sie faehrt in den naechsten Wochen nach Hannover und arbeitet dort fuer einen Monat… da hatte sie natuerlich viele viele Fragen. Es kam aber auch herraus, dass sie keine Hilfe bei der Wohnungssuche braucht ;) Was de Eltern nicht wissen: ihr Freund studiert momentan dort und sie schluepft bei ihm unter… jaja, die braven bolivianischen Maedels! Aber ihre Mutter mag ihn nicht… so wird alles eben geheim gehalten.

Geplant war dort zu Mittag zu essen! Nachmittags ging es aber mit Sebastian zwischen uns zum Supermarkt einkaufen und abens sass die ganze Familie am Tisch und ass, unterhielt sich und trank (da es wirklich wirklich kalt war!) heissen Tee und Kakao. Schoen alle so zusammen zu sehen! Um 8pm meinte ich dann entgueltig ich muesse langsam zurueck ins Hostal und wurde in ein Taxi gesetz, das mich in rasanter Fahrt zurueck brachte.

Am naechsten Tag wurde ich dann von dem versprochenen Sonnenschein fast verbrannt! Lief durch die Stadt, schaute Museen an und konnte natuerlich am Markt nicht vorbei gehen ohne meinen Obstsalat zu essen… und gleich noch einen als Nachtisch vom Mittagessen! Gegen 5 ging es wieder zu Maggie… ich konnte die Einladung am Vorabend wirklich nicht ablehnen! Und spielte mit den beiden Kleinen. Maggie kam spaeter, sie musste noch einiges regeln fuer ihre Abwesenheit, und ab ging es in die Stadt. Dort wurden wir spaeter von ihrem Bruder und 2 Freunden abgeholt. Bier gekauft, Musik laut gedreht ging es durch die Stadt. Einer der Jungs hatte immer ein wachsames Auge auf die Strasse, peligroso! Ich wurde ueber die Gefahren aufgeklaert, die hier lauern und bin froh das alles ueber La Paz nicht vorher gewusst zu haben ;)  

Wir hatten eine schoene Zeit und gegen 12 wurde ich vor meinem Hotel abgesetzt. Sich von allen zu verabschieden nahm seine Zeit in Anspruch und die Nachtwache des Hotels ging gelangweilt zurueck vor ihren TV. Noch ein paar Umarmungen und zu war die Tuer… wieder ein Abschied, der nicht leicht viel! Aber Maggie und ich werden in Kontakt bleiben.

Heute ging es dann morgens zum Busbahnhof und ab nach Oruro um von da aus heute abend nach Uyuni.


Post in La Paz- Cochabamba- Und meine Jugendherbergskarte lohnt sich doch ;)

November 7, 2006

Ein Paeckchen verschicken kann ja soooo aufregend sein ;) Ich schleppte mein Moerderpaket den Berg runter zum Postamt und musste gleich wieder gehen: Kopien des Passes machen, den ich GLUECKLICHERWEISE spontan noch eingesteckt hatte, ansonsten haette ich wieder hoch laufen duerfen…

Naja, dann ging es einen Papierkrieg zu gewinnen, Formulare, Adressen, Telefonnummern, ‘Don’t sent back to Bolivia’ several times ;) Aber schliesslich war es vollbracht und mein Paket wurde in einen tollen blauen Sack eingenaeht und umklebt. Adresse drauf, Pass (warum auch immer bei mir aussen) mit drauf gepappt und los ging es zum anderen Schalter, wo ich blechen durfte und endlich die Last los wurde. Zusammen mit M. aus der Schweiz wartete ich noch ein Weilchen, sah zu wie eine Flasche starb (der Mann an dem 2. Schalter wollte einfach nciht wiederkommen und das 2. Paeckchen von M. annehmen, seine FLasche musste unter dem Zeitdruck leiden ;) Flugzeuge warten nicht!) und rannte schliesslich den Berg hoch. Hat ein bisschen laenger gedauert als geplant, ich kam aber gegen 11.15 am Busbahnhof an und konnte gleich einsteigen. UNd: welche ein Glueck! Kein Economicobus! Ich habe 20Bs (=2Euro) fuer eine 7h-Fahrt gezahlt und durfte auf Semicama (halb-Bett-Sitzen) ruhen. Das kostet sonst sehr viel mehr! Meine Nebensitzerin unterhielt mich fleissig und auf der anderen Gangseite lernte ich Maggi kennen, die hier wohnt und mich fuer morgen gleich zum Essen eingeladen hat. Sie faehrt in einigen Wochen nach Deutschland und hat wohl vor mich auszuquetschen ;) Ihr kleiner Sohn ist suess und hat uns auf der Fahrt sehr amuesiert. 

Ich wohne in der naehe des Busbahnhofs in einem schoenen Hostal vom Jugendherbergsbund und spare dadurch ganze 3,5 Bs die Nacht. Das erste Mal auf meiner Reise, dass sich meine Karte lohnt! Hier gibt es sonst nicht so viele Jugendhebergen… Naja, mal das Fruehstueck dort testen, ansonsten geht es auf den Markt, wo einem GORSSE Fruchsalate fuer ein paar Cent versprochen werden.  Mal sehen, der Laden hier macht zu, Neuigkeiten also morgen. Gute Nacht, ich huepfe jetzt in mein Bett.


Valle de la Luna

November 5, 2006

Wieder ein Tag rum!

Heute frueh bin ich zur Kirche San Fransico gelaufen, habe dort im Markt was gegessen und mein Micro gesucht. ich wurde von Strassenseite zu Strassenseite geschickt, wurde schliesslich aber fuendig: Microbus 11 in einer Seitenstrasse von San F. 30min Fahrt und schon war ich da: im Valle de la Luna

Es ist auf den ersten Blick nicht sehr gross, man steigt aber zwischen den verschiedenen durch Wind und Wetter geformten Saeulen ganz schoen auf und ab, da macht die tatsaechliche Distanz nicht mehr viel aus. In einem herrlichen Panorama gelegen ist diese braun-graue Saeulenlandschaft einfach toll. Ich kletterte eifrig eine Stunde dort herum, genoss die Ausblicke und sprang schliesslich wieder in meinen Bus. Zufaellig wiedr der selbe Busfahrer, der mich freundlich fragte wohnin ich denn wolle, wieder ins Zentrum? 2Bs bitte.

Im Zentrum konnte ich mal wieder nicht an den Laeden vorbei gehen und fand endlich die Jacke, die ich ganz zu Anfang gesehen hatte, die aber zu klein war. Um meinen Kaufrausch hier zu stoppen ging ich ins Hostal und packte mein Paket fuer daheim. Es ist so verfuehrerisch wenn es so billig ist! Aber jetzt ist Schluss, morgen fahre ich und schicke das Paeckchen weg. Der Rucksack ist schon leichter geworden!

Ich wuensche euch eine erfolgreiche Woche! Examensleute: haltet durch! Bald ist es geschafft! Wann feiern wir?


La Paz- Tiwanaku

November 4, 2006

Photo:

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Ein schoener Tag! Ich wurde morgens um 8.20 (ohne Fruehstueck, buhuuu! Theoretisch haette 10 min Zeit gehabt was zu kaufen…) abgeholt und sass auf dem Klappsitz eines Busses ARG, armer Ruecken! Bei strahlender Sonne ging es nach Tiwanaku, wo wir zunaechst 2 Museen besuchten und uns dann auf den Weg zu den Ruinen machten. Unser Guide was lustig, er ignorierte den Chilenen und sprach nur Englisch, machte Scherze und hielt uns mit kleinen Kommentaren bei Laune. Die Museen waren recht uebersichtlich aber gut aufgebaut und verschafften uns einen ersten Ueberblick auf verschiedenen Kulturen, die in T. ihre Spuren hinterlassen haben.  (Drogenabhaenging, alle miteinander! So viele Gefaesse mit Resten von unterschiedlichen Kraeutern und Pflanzen, die unterschiedlichste Wirkungen hervorrufen….!)

Aber es war eben ein religioeses Zentrum und von allen Bereichen des Landes kamen Menschen, brachten Opfergaben (wie sonst kommen getrocknete Seepferdchen, Affenkoepfe und Vasen mit Krokodilen drauf in diese Gegend im Hochland? Muscheln, Fische und andere Dinge, die hier nicht vorkommen…)

Was weiterhin interessant war: die Tempel sind in einem elektromagnetischen Zentrum gebaut, wo anscheinend die Pole unserer Erde nicht so ganz wissen wo sie sich befinden. Hielt man einen Kompass an einige Stellen pendelte er wild herum und zeigte den Norden falsch an (ca. in Richtung Osten!). Ausserdem waren die Inka schon die ersten Zerstoerer alter Tempelanlagen… nicht nur die boesen Spanier ;)

Dafuer bauten sie ihr Sonnentor… ich habe es mir aber groesser vorgestellt. ‘Puerta del Sol’ hoert sich schon so toll an! Aber: man weiss nicht wie oder wo es gestanden hat und errichtete es einfach wieder an einer Stelle, die praktisch erschien fuer die Sonneneinstrahlung am Sommeranfang. Also nicht wirklich original… Mh, trotzdem schoen.

Jetzt sitze ich in einem Internetcafe und warte darauf, dass meine CDs gebrannt werden…. das dauert hier ein bisschen laenger. Aber bevor ich einen Satz Heim schicke mache ich liebe Kopien! So, das war mein Tag. Habt ein schoenes Wochenende!