Sucre

November 20, 2006

Nix gemacht, nur: rumgelaufen, Schoki gekauft, ins Kino gegangen, Dinospuren auf einer Wand von weit weit weg angesehen, das Nachtleben genossen und meinen Darm gepflegt (Felix, falls du dies liesst: ich bin wohl doch nicht unverwuestlich ;) Mist!)

Ist eine tolle Stadt! Tolles Wetter bis zu meinem Abreisetag und verrueckte Leute, von allem ein bisschen!

Momentan bin ich nicht sehr motiviert mehr zu schreiben… vielleicht die Tage mehr aus Argentinien, wo ich heute noch hin fahre (von Potosi aus). LiebeGruesse.


Salar von Uyuni

November 14, 2006

Muede, dreckig aber gluecklich bin ich zurueck.

Morgens ging es nach einem leckeren Fruehstueck zur Agentur, wo ich die gloreiche Mitteilng erhielt, dass meine 4 Mitreisenden mit dem Bus von La Paz steckengeblieben sind und vor dem naechsten Tag nicht auf die Tour gehen koennen…. in 5min hiess es dann entscheiden: 3-tages Tour oder einen Tag in Uyuni warten. Ich entschied mich fuer die 3 Tage, da jeder weitere Tag in diesem Kaff langweilig geworden ware.

Los ging es nach einem Besuch auf einem Eisenbahnfriedhof im Jeep mit 5 anderen Leuten in den Salar, eine 12000km2  grosse  Salzflaeche im Sueden Boliviens. Den ersten Tag fuhren wir ueber Salz, schauten einen Vulkan an (Tunupa) und machten viele viel Photos, besonders von unseren beiden Akrobaten, die tolle Spruenge hinlegten und Hebefiguren machten. Photos kann ich hier leider nicht hochladen, da nirgends das Cd-Laufwerk funktioniert… Auf der Insel Inkahuasi (fuer die doofen Touristen Isla Pescado: Fischinsel) Stiegen wir ein bisschen in den  Felsen herum, bestaunten 1000 Jahre alte Kakteen und kriegten ein Mittagessen, alles mit Blick auf unendliche Salzflaechen mit einem Bergpanorama drum herum.

Weiter ging die wilde Fahrt, im Auto wurde wild zu Musik aus dem I-Pot herumgetanzt und Bloedsinn gemacht. Kent erzaehlte gerade von seiner tollen Sonnenbrille aus Australien und schmiss dabei seinen Kopf herum als eines der Glaeser herausfiel…. haben wir gelacht! Unser Fahrer mochte unsere Musik nicht und fuhr mit steinernem Gesicht vor sich hin, schwieg sich aus und war einfach humorlos.

Die Grutas de las Galaxias sahen aus als haette jemand einige Sabberfaeden gespannt… aber waren sehr eindrucksvoll. GLeich nebenan fand sich ein alter Friedhof aus Preinkazeiten, die Graeber waren aber alle leer, man konnte nur noch die Loecher ansehen. In der Unterkunft, die komplett aus Salz bestand (ok, das Dach nicht) kriegten wir ein Zimmer zugeteilt und Tom und ich gingen auf einen Spaziergang. Ich kletterte einen Felsen hoch und schaute mir die Grotten dort an, musste aber vor der Spitze wieder umkehren, da es schnell dunkel wurde und ich meine Taschenlampe nicht mit hatte. Abends gab es dann ein Essen und Tee, wir sassen noch bei einem Bier zusammen, gingen aber um 10 ins Bett.

Am naechsten Morgen hiess es nach dem Beobachten des Sonnenaufgangs (nur die harten kom’n in Gart’n: 2 von 6 schafften es aus dem Bett und mussten ohne Guide den Sonnenaufgang finden ;) ) und einem Fruehstueck erst einmal warten… unser Fahrer musste das Rad am Wagen wechseln! Jaja, die Jeeps sind nicht gut gewartet und man kann ja auch nicht mal vorher nachsehen ob ein Rad platt ist! Danach ging es zu verschiedenfarbigen Lagunen, in denen viele Flamingos rumstanden und sich begucken liessen. Tom, unser Vogelexperte, musste jedesmal eingefangen werden und zum Jeep zurueck gebracht werden… er war total begeistert von den verschiedenen Voegeln und erzaehlte uns einiges ueber die drei verschiedenen Flamingoarten, die dort zu finden sind.  er musste aber auch viele viele Witze ueber sich ergehen lassen! Aber selbst als Englaender nahm er es mit sehr viel Humor und konterte kraeftig zurueck.

Kokakauend hoppelten wir ueber die Piste und sahen an diesem Tag noch das Tal der Vulkane und fuer eine Stunde einen Strassenrand, da wir wieder ein Rad wechseln mussten und dieses erst repariert werden musste… das Extrarad musste ja schon morgens herhalten ;)

Der Arbol de Piedra und die anderen weniger beruehmten Felsformationen drum herum wurden wieder sehr begeistert besichtigt, die Lust auf Lagunen hatte schon nachgelassen. Nahe der Laguna Colorado, einer roten Lagune, bezogen wir dann unsere Unterkunft, die mehr als einfach und KALT war. Die Betten waren mehr als unbequem und Decken existierten nicht… gut, dass wir alle Schlafsaecke mit hatten! nach einem Kaffetrinken gingen wir ueberganslos zu einem Abendessen ueber und sassen bei Kerzenlicht (kein Strom) um einen kleinen Ofen, hoeten Musik aus einer kleinen Box und tanzten umher. Spaeter mussten wir noch Sterne gucken gehen. So eindrucksvoll! Keine Stadt in der naehe, die mit ihrem Lich den Blick schmaelern koennte, nur wir, die Sterne und eine Eiseskaelte. Bibbernd fanden wir uns vor dem schon ausglimmenden Ofen wieder und versuchten spaeter in unseren Schlafsaecken warm zu werden. Es war es aber wert! SO ein eindrucksvoller Sternenhimmel!

Am naechsten Morgen ging es ohne Fruehstueck los, um 5.00! War jedenfalls geplant, wir standen, frisch aus dem Bett gequaelt, fertig gepackt vor der Tuer. Nur unser Wagen wollte nicht fahren… also wieder warten. Wenig spaeter ging es dann los zu einer Dampffontaine (manmade… Vulkanologen haben rumgebuddelt) und einer Kraterlandschaft, wo es fleissig rumblubberte und schefelige Wolken aufstiegen. Danach ging es zu heissen Quellen, wo 3 der 6 (ich natuerlich auch) ins Wasser verschwanden. In den heissen liessen wir es uns bis zum Fruehstueck gut gehen, alberten mit den anderen Reisenden herum und genossen einfach die Hitze nach dem kalten Morgen.

Nach einem leckeren Pancakefruehstueck ging es wieder im Auto zu 2 Lagunen und dann zus Grenze nach Chile, wo alle ausgeladen wurden. Ein heftiges Verabschieden und dann ging es nach einem kleinen Stopp im Valle de las Rocks heim nach Uyuni (6h Fahrt!).


Uyuri

November 11, 2006

Was stellt man in Uyuri an?! Das habe ich mich nach einem halben Tag hier gefragt! Als erstes kann man Obstsalat essen ;) habe ich getan. Dann kann man rum laufen, hab ich auch gemacht und dann?! Alle Agenturen abklappern und die beste Tour heraussuchen ;) Ok, nicht alle aber einige. Ich habe die Tour mit dem besten Essen herausgesucht! ;) Und dann??…. ja, das weiss ich auch nicht. Ab und zu das Hotel aufsuchen, wieder rumlaufen, Internet, schlafen.

Naja, aber ich habe den Tag rumgekriegt und morgen geht es mit einer Tour 4 Tage in die Umgebung, den Salar (oder das? die?) ansehen, Flamingos und andere Tiere beobachten und in einem Hotel ganz aus Salz schlafen. In ein paar Tagen mehr!


Ueberfall!

November 10, 2006

Dachten wir jedenfalls, auf der naechtlichen Strasse wurde der Bus von einer Gruppe vermummter schwarz gekleideter Maenner gestoppt. Sie stellten sich aber als Polizisten heraus und nahmen den ganzen Bus auseinander! (Ich fand nur die Ueberschrift ein bisschen aufregender! BILD-maessig ;) )

Wenn die Taschen der Einheimischen untersucht wurden wurde meine AUSEINANDERGENOMMEN, auf freundliche Weise aber unmissverstaendlich! Sie waren etwas nervoes die Jungs. Gut, dass sie die Kleidung der Frauen nicht abgetastet haben, keine Ahung was sie zu meinem CS-Gas gesagt haetten! OK, meinen Rucksack im Bus wieder eingepackt kam ein Polizist rein und faselte etwas von einer bolsa negro… ein Reiserucksack ist fuer mich keine Bolsa, ich versuchte also weiter zu schlafen. Als dann aber kam: ‘mit Flaggen drauf’ wurde ich stutzig und meldete mich. Nach draussen geschickt musste ich meinen Rucksackaufschliessen und zusehen wie sie sich alles in aller Ruhe anguckten. Warum meine Tasche?! Sie scherzten ein bisschen rum und fragten mich ueber meinen Urlaub aus und schliesslich durfte ich alles wieder einpacken. Mh, wenn sie wirklich was suchten haben sie leider die untere Klappe vergessen ;P

Danach ging es wieder los, eingequetscht zwischen einer dicken Mami (Name fuer Frauen hier, ich werde auch so genannt ;) )  und dem aklten Fenster versuchte ich meine Beine um das vor mir auf dem Boden schlafende Kind zu basteln. Die Mutter dazu sass mit den anderen beiden Kindern auf ihrem Sitz (1 Sitz fuer 4 Personen ;) das gaebe es bei uns nicht, hier wird aber alles mit im Bus transportiert Huehner, Taschen Beutel, Bierkaesten… und eben viele viele Kinder, die keine eigene Fahrkarte brauchen) und um 4 morgens kamen wir mit einer Stunde Verspaetung in Uyuri an. SCHWEINEKALT hier!!! Schon der kurze Weg zum Hostal liess mich bibbern! Und das mit meinem Husten. Im Hostal kriegte ich dann ein Bett, verstaerkte die Decke mit meinem Schlafsack und schlummerte bis 10.00 Uhr. `Klopf klopf…´ Die Frau von der Agentur, die mir das Hostel gezeitgt hatte, stand vor der Tuer. Ich noch immer verschnupft und krank stand da und hoerte mir an was sie fuer Touren zu bieten hatte, ein ´hey, ich bin krank, kann ich spaeter vorbei kommen?´ wirkte nicht! Mal sehen, ich werde vorher vergleichen und erst mal die Sonne hier geniessen, krank auf eine Tour gehe ist nicht so super.  Mal sehen.


Cochabamba

November 9, 2006

Das versprochene gute Wetter blieb aus…. es regntete und ich hatte keine Lust die Stadt anzusehen… also ging ich nur ein paar Mails schreiben und auf den Markt einen RIESIGEN, leckeren Obstsalat essen! MHHHHHHHHHHHHH das Obst hier ist so gut! Gegen Mittag rief ich bei Meggie an, die Mutter meinte: ‘Ja komm, wir erwarten dich schon!’ Also versuchte ich ein Taxi zu bekommen (bei dem anhaltenden Regen gar nicht so leicht) und fuhr ans andere Ende der Stadt. Dort wurde ich herzlich empfangen, an den Kuechentisch verfrachtet und kriegte ein leckeres Essen aufgetischt. Nach und nach troepfelte die Familie aus allen Ecken ein: Mutter und Vater von Maggie, 2 Brueder, eine Schwester mit Sohn und sie mit Nachwuchs (beide Kusins, Sebastian und Camilo, sind im gleichen Alter, ein suesses Paar!). Wir assen zusammen und spaeter verzogen Maggie und ich uns inihr Zimmer, wo ber die beiden Kleinen lautstark spielten.

Sie faehrt in den naechsten Wochen nach Hannover und arbeitet dort fuer einen Monat… da hatte sie natuerlich viele viele Fragen. Es kam aber auch herraus, dass sie keine Hilfe bei der Wohnungssuche braucht ;) Was de Eltern nicht wissen: ihr Freund studiert momentan dort und sie schluepft bei ihm unter… jaja, die braven bolivianischen Maedels! Aber ihre Mutter mag ihn nicht… so wird alles eben geheim gehalten.

Geplant war dort zu Mittag zu essen! Nachmittags ging es aber mit Sebastian zwischen uns zum Supermarkt einkaufen und abens sass die ganze Familie am Tisch und ass, unterhielt sich und trank (da es wirklich wirklich kalt war!) heissen Tee und Kakao. Schoen alle so zusammen zu sehen! Um 8pm meinte ich dann entgueltig ich muesse langsam zurueck ins Hostal und wurde in ein Taxi gesetz, das mich in rasanter Fahrt zurueck brachte.

Am naechsten Tag wurde ich dann von dem versprochenen Sonnenschein fast verbrannt! Lief durch die Stadt, schaute Museen an und konnte natuerlich am Markt nicht vorbei gehen ohne meinen Obstsalat zu essen… und gleich noch einen als Nachtisch vom Mittagessen! Gegen 5 ging es wieder zu Maggie… ich konnte die Einladung am Vorabend wirklich nicht ablehnen! Und spielte mit den beiden Kleinen. Maggie kam spaeter, sie musste noch einiges regeln fuer ihre Abwesenheit, und ab ging es in die Stadt. Dort wurden wir spaeter von ihrem Bruder und 2 Freunden abgeholt. Bier gekauft, Musik laut gedreht ging es durch die Stadt. Einer der Jungs hatte immer ein wachsames Auge auf die Strasse, peligroso! Ich wurde ueber die Gefahren aufgeklaert, die hier lauern und bin froh das alles ueber La Paz nicht vorher gewusst zu haben ;)  

Wir hatten eine schoene Zeit und gegen 12 wurde ich vor meinem Hotel abgesetzt. Sich von allen zu verabschieden nahm seine Zeit in Anspruch und die Nachtwache des Hotels ging gelangweilt zurueck vor ihren TV. Noch ein paar Umarmungen und zu war die Tuer… wieder ein Abschied, der nicht leicht viel! Aber Maggie und ich werden in Kontakt bleiben.

Heute ging es dann morgens zum Busbahnhof und ab nach Oruro um von da aus heute abend nach Uyuni.


Post in La Paz- Cochabamba- Und meine Jugendherbergskarte lohnt sich doch ;)

November 7, 2006

Ein Paeckchen verschicken kann ja soooo aufregend sein ;) Ich schleppte mein Moerderpaket den Berg runter zum Postamt und musste gleich wieder gehen: Kopien des Passes machen, den ich GLUECKLICHERWEISE spontan noch eingesteckt hatte, ansonsten haette ich wieder hoch laufen duerfen…

Naja, dann ging es einen Papierkrieg zu gewinnen, Formulare, Adressen, Telefonnummern, ‘Don’t sent back to Bolivia’ several times ;) Aber schliesslich war es vollbracht und mein Paket wurde in einen tollen blauen Sack eingenaeht und umklebt. Adresse drauf, Pass (warum auch immer bei mir aussen) mit drauf gepappt und los ging es zum anderen Schalter, wo ich blechen durfte und endlich die Last los wurde. Zusammen mit M. aus der Schweiz wartete ich noch ein Weilchen, sah zu wie eine Flasche starb (der Mann an dem 2. Schalter wollte einfach nciht wiederkommen und das 2. Paeckchen von M. annehmen, seine FLasche musste unter dem Zeitdruck leiden ;) Flugzeuge warten nicht!) und rannte schliesslich den Berg hoch. Hat ein bisschen laenger gedauert als geplant, ich kam aber gegen 11.15 am Busbahnhof an und konnte gleich einsteigen. UNd: welche ein Glueck! Kein Economicobus! Ich habe 20Bs (=2Euro) fuer eine 7h-Fahrt gezahlt und durfte auf Semicama (halb-Bett-Sitzen) ruhen. Das kostet sonst sehr viel mehr! Meine Nebensitzerin unterhielt mich fleissig und auf der anderen Gangseite lernte ich Maggi kennen, die hier wohnt und mich fuer morgen gleich zum Essen eingeladen hat. Sie faehrt in einigen Wochen nach Deutschland und hat wohl vor mich auszuquetschen ;) Ihr kleiner Sohn ist suess und hat uns auf der Fahrt sehr amuesiert. 

Ich wohne in der naehe des Busbahnhofs in einem schoenen Hostal vom Jugendherbergsbund und spare dadurch ganze 3,5 Bs die Nacht. Das erste Mal auf meiner Reise, dass sich meine Karte lohnt! Hier gibt es sonst nicht so viele Jugendhebergen… Naja, mal das Fruehstueck dort testen, ansonsten geht es auf den Markt, wo einem GORSSE Fruchsalate fuer ein paar Cent versprochen werden.  Mal sehen, der Laden hier macht zu, Neuigkeiten also morgen. Gute Nacht, ich huepfe jetzt in mein Bett.


Valle de la Luna

November 5, 2006

Wieder ein Tag rum!

Heute frueh bin ich zur Kirche San Fransico gelaufen, habe dort im Markt was gegessen und mein Micro gesucht. ich wurde von Strassenseite zu Strassenseite geschickt, wurde schliesslich aber fuendig: Microbus 11 in einer Seitenstrasse von San F. 30min Fahrt und schon war ich da: im Valle de la Luna

Es ist auf den ersten Blick nicht sehr gross, man steigt aber zwischen den verschiedenen durch Wind und Wetter geformten Saeulen ganz schoen auf und ab, da macht die tatsaechliche Distanz nicht mehr viel aus. In einem herrlichen Panorama gelegen ist diese braun-graue Saeulenlandschaft einfach toll. Ich kletterte eifrig eine Stunde dort herum, genoss die Ausblicke und sprang schliesslich wieder in meinen Bus. Zufaellig wiedr der selbe Busfahrer, der mich freundlich fragte wohnin ich denn wolle, wieder ins Zentrum? 2Bs bitte.

Im Zentrum konnte ich mal wieder nicht an den Laeden vorbei gehen und fand endlich die Jacke, die ich ganz zu Anfang gesehen hatte, die aber zu klein war. Um meinen Kaufrausch hier zu stoppen ging ich ins Hostal und packte mein Paket fuer daheim. Es ist so verfuehrerisch wenn es so billig ist! Aber jetzt ist Schluss, morgen fahre ich und schicke das Paeckchen weg. Der Rucksack ist schon leichter geworden!

Ich wuensche euch eine erfolgreiche Woche! Examensleute: haltet durch! Bald ist es geschafft! Wann feiern wir?


La Paz- Tiwanaku

November 4, 2006

Photo:

http://photos.hi5.com/0001/287/416/LWLK6B287416-02.jpg

http://photos.hi5.com/0000/220/779/47SK1E220779-02.jpg

http://photos.hi5.com/0000/012/679/UMYTTA012679-02.jpg

Ein schoener Tag! Ich wurde morgens um 8.20 (ohne Fruehstueck, buhuuu! Theoretisch haette 10 min Zeit gehabt was zu kaufen…) abgeholt und sass auf dem Klappsitz eines Busses ARG, armer Ruecken! Bei strahlender Sonne ging es nach Tiwanaku, wo wir zunaechst 2 Museen besuchten und uns dann auf den Weg zu den Ruinen machten. Unser Guide was lustig, er ignorierte den Chilenen und sprach nur Englisch, machte Scherze und hielt uns mit kleinen Kommentaren bei Laune. Die Museen waren recht uebersichtlich aber gut aufgebaut und verschafften uns einen ersten Ueberblick auf verschiedenen Kulturen, die in T. ihre Spuren hinterlassen haben.  (Drogenabhaenging, alle miteinander! So viele Gefaesse mit Resten von unterschiedlichen Kraeutern und Pflanzen, die unterschiedlichste Wirkungen hervorrufen….!)

Aber es war eben ein religioeses Zentrum und von allen Bereichen des Landes kamen Menschen, brachten Opfergaben (wie sonst kommen getrocknete Seepferdchen, Affenkoepfe und Vasen mit Krokodilen drauf in diese Gegend im Hochland? Muscheln, Fische und andere Dinge, die hier nicht vorkommen…)

Was weiterhin interessant war: die Tempel sind in einem elektromagnetischen Zentrum gebaut, wo anscheinend die Pole unserer Erde nicht so ganz wissen wo sie sich befinden. Hielt man einen Kompass an einige Stellen pendelte er wild herum und zeigte den Norden falsch an (ca. in Richtung Osten!). Ausserdem waren die Inka schon die ersten Zerstoerer alter Tempelanlagen… nicht nur die boesen Spanier ;)

Dafuer bauten sie ihr Sonnentor… ich habe es mir aber groesser vorgestellt. ‘Puerta del Sol’ hoert sich schon so toll an! Aber: man weiss nicht wie oder wo es gestanden hat und errichtete es einfach wieder an einer Stelle, die praktisch erschien fuer die Sonneneinstrahlung am Sommeranfang. Also nicht wirklich original… Mh, trotzdem schoen.

Jetzt sitze ich in einem Internetcafe und warte darauf, dass meine CDs gebrannt werden…. das dauert hier ein bisschen laenger. Aber bevor ich einen Satz Heim schicke mache ich liebe Kopien! So, das war mein Tag. Habt ein schoenes Wochenende!


La Paz

November 3, 2006

Photo: http://photos.hi5.com/0000/409/728/2DV2AN409728-02.jpg 

31.10.2006 

Angekommen, am 123. Tag meiner Reise! Mit dem Bus ging es von Capacabana aus nach La Paz, zum Uebersetzen wurde eine kurzer Zwischenstopp eingelegt: der Bus musste auf ein Floss, wir in ein Boot und auf der anderen Seite wurden wir wieder mit unseren Taschen vereint. Wir hatten wirklich Angst sie zum letzten Mal gesehen zu haben, die Kaehne dort sahen nicht so vertrauenserweckend aus! Wir sind aber alle angekommen und weiter ging es.

Oben auf einem Berg hielt der Bus und ermoeglichte es uns somit einen ersten Eindruck von diese Stadt zu bekommen, man konnte ueber den ganzen Kessel blicken! Ueber holperige Strassen ging es dann ins Zentrum, mitten auf der Strasse Illampu wurden wir herausgeschmissen und jeder zog seiner Wege. Ich machte ich auf die Suche nach dem Hostal, das mir ein Bekannter aus Cusco empfohlen hat und wurde nach einer ganz schoenen Schlepperei auch fuendig. Dank meines Bekannten bekam ich einen Sonderrabatt, ein Zimmer mit Fenster UND Ausblick…. im 6. Stockwerk! ARG!  Also den Rucksack geschultert hinauf geschnauft… wir sind hier fast auf 4000 Meter, da fuelt man jedes Stockwerk doppelt. Aber fuer ein schoenes Zimmer tut man doch vieles!

Spaeter ging es dann in die Stadt, und gleich begegnete ich meinem Verderben: einem Musikalienhandel; Floeten und Saiteninstrumente, eine gute CD Auswahl und ein netter Verkaeufer…. Jaja, ich war ne Stunde dort! Habe Floeten ausprobiert und alle CDs durchgehoert! ABER: ich war standhaft! Keine grossen Anschaffungen am ersten Tag! (Gross ist relativ…. Floeten fuer 5-10 Euro sind nicht teuer, oder? Cds fuer 6Euro… Aber man rechnet hier anders)

Im Laden lernete ich einen Fussballspieler kennen, der die naechsten 2 Stunden um mich rumhuepfte, mir Geschichten erzaehlte und seine komplette Playlist im Schnelldurchlauf praesentierte… Danach verschwand er in seinem Bus, da er hier nicht bezahlt wurde im letzten halben Jahr faehrt er Heim, arbeitet dort in einem Cumputerladen und wartet auf sein Geld vom Fussballbund ;) Jaja, andere Verhaeltnisse hier! Aber ein lustiger Kerl.

01.11.2006

Am naechsten Tag ging es in die Stadt, zunaechst ins Museo de Arte Contemporáneo, Tolle Ausstellung! Und ich habe einen tollen neuen Kuenstler fuer mich entdeckt!  Hans Hoffmann (nein, nicht der aus dem 17.jh!) Deutscher Name, aber mit Leib und Seele Bolivianer, bzw. recht international! Einfach tolle Bilder! Ich musste natuerlich ein Photo eines der Werke kaufen.

Danach ging es bei Regen zum Plaza del Estudiante um bei der Touristeninfo eine Karte von LP zu kaufen und weiter ins Archeologische Museum. Klein aber fein, wie viele Museen hier. Fuer ein Nationalmuseum haette ich aber mehr erwartet.

Man kann viel Zeit damit verbringen einfach durch die Strassen zu laufen, die verschiedenen Geschaefte und Staende zu betrachten und sich zu fragen wer sowas kauft. Hier gibt es eine Strasse, in der tote getrocknete Laemmer, Kraeuter und aller moeglicher Kram (Kot von Tieren, getrocknete Augen, Wuermer…..) verkauft wird. Und viele Leute kaufen es! So viel zu: 95% der Bolivianer sind katholisch ;) Die 5 anderen % sind, sollten es nur diese sein, sehr kaufkraeftig.

Abends landete ich wieder in meinem Laden und kaufte endlich meine Floete und eine CD. Nach 2h wurde ich rausgeschmissen ;) Nein, sie mussten schliessen und ich ging zurueck ins Hotel.

02.11.2006

Mh, was habe ich heute gemacht?! Ich war erst im Cocamuseo, einem kleinen Museum, das durch seine Aufklaerung  dem Drogenmissbrauch hier vorbeugen soll…. umsonst scheinbar.  Aber ein gutes Museum! Ich kriegte ein Buch in die Hand gedrueckt, in dem alle Erklaerungen und Texte auf Deutsch zu finden waren und arbeitet mich durch die Schautafeln. Viele viele Informationen!

Erschoepft stiefelte ich wieder zu meinem Turmzimmer hoch und machte ein Siesta, etwas laenger als geplant und ging danach zum Friedhof. Todos Sanctos, falscher Tag?! Nicht, wenn man die Traditionen der Menschen hier ansehen will. Der Friedhof war uebervoll, vor den Hauesern mit den Grabfaechern standen hunderte Menschen, brachten frische Blumen, Speisen und andere Gaben fuer ihre Angehoerigen, sangen, lachten, weinten… Der Friedhof ist eine eigene Stadt…! Und man verlaeuft sich schnell! Aber nach ner Stunden habe ich dann auch genug gehabt, den naechsten Ausgang benutzt und bin wieder die Marktstrasse runtergelaufen.

03.11.2006

Eigentlich wollte ich nur ins Museo de Metales Treciosos… das Ticket galt aber auch fuer das Museo Costumbrista ‘Juan de Vargas’, Museo del Litoral Boliviano und das Museo Casa de Murillo… wenn man schon mal gezahlt hat kann man auch rein gehen ;) Sie waren auch nicht so supergross und eigentlich sehr interessant. 100te von Schulkindern schwirrten um mich rum und bedachten mich mit ihren ersten englischen Saetzen.

Weil 4 noch nicht genug waren ging ich gleich noch ins Museo de Instrumentos Musicales de Bolivia (Was fuer ein Name ;) ) und schlenderte durch die Raeume. Das Licht ging automatisch an und zu jedem Raum wurde Musik eingespielt, die allerdings nicht wieder aufhoerte…. nach 3 Raeumen befand ich mich also in  einem Klangteppich von verschiedenen Liedern, Instrumenten und Rhythmen.

Und jetzt?! Erst mal geld weg bringen, ne Siesta (man gewoehnt sich dran) und dann mal sehen was ich fuer morgen organisieren kann. In meinem Hotel wohnen nur Bolivianer (eine Schuelergruppe, die sehr sehr laut ist) und ich habe keine Leute getroffen, mit denen ich auf eigene Faust losziehen kann. Aber in einer Tour mit Guide ist es auch nicht schlecht, wenn auch teurer. Mal sehen, ich berichte dann.


Copacabana-Isla del Sol

Oktober 31, 2006

Photo: http://photos.hi5.com/0000/794/683/RZ8YIY794683-02.jpg 

Endlich in Bolivien angekommen! In einem Bus ging es am Ufer des Titikakasees entlang an die Grenze, sehr unkompliziert drueber hinweg und dann nach Copacabana. Hier angekommen habe ich fuer ganze 100 Eurocent ;) ein Zimmer bekommen, mit Terasse und Blick auf den See!
Einen Tag lang nichts tun, auf dem Balkon rumhaengen, Tagebuch schreiben, Restaurants ausprobieren und die Sonne geniessen!
Am naechsten Tag ging es mit 2 Schweden auf die Isla del Sol, wo wir brav den Hike ueber die Insel machten. Die beiden lachten als ich meine Sonnencreme herausholte und einen Hut aufsetzte! Naja, wer zuletzt lacht… Die staendig hungrigen Jungs mussten erst mal was essen und ich ging so lange ins Museum auf der Nordseite. Danach ging es ueber einen ausgebauten Weg zu den Ruinen im Noden. Die 3500m spuerten wir schnell und kamen schnaufend oben an. So spektakulaer war es dann aber nicht, kleine Ruinenhaufen und ein Tisch?! Nur der Blick ueber den See hat uns sehr beeindruckt! Also ging es weiter, einmal ueber die Insel! Kleine Berge sind ja schoen, wenn sie aber erst bei 3500 m anfangen? Nach einiger Zeit kamen wir ins Schwitzen! Aber warum muss man auch immer auf die Spitze der Berge klettern? Nur weil man denke DIESES sei jetzt der hoechste Berg der Insel? (Wir haben ihn nicht bestiegen… er lag auf der Seite der Insel, die man nicht betritt, doch das stellten wir erst hinterher fest :( ) Doch allein der Aussicht wegen war es die Muehe wert.
Kurz vor 4 entschieden wir doch noch das letzte Boot zu nehmen und rannten den Berg runter. Von Lamas oder Alpacas (kann ich nie unterscheiden) aufgehalten erreichten wir den Hafen, wo die Jungs ein Ticket kauften und in das naechste Boot kletterten. Ich Bloedi wolle 50 Cent sparen und hatte beide Fahrkartern schon vorher gekauft… war also auf ein Boot eines speziellen Anbieters angewiesen. Also fragte ich mich durch und ein zahnloser alter Mann sagte mir: ‘Si si, hay un barco, pocito mas tarde!’ Aus dem pocito wurden dann 2 Stunden! Aber ich vertrieb mir die Zeit, wurde von drei kleinen Medchen der Insel ueberfallen, die mir Zoepfe machten und mich mit Fragen loecherten, amuesiete mich uber eine hollaendische Reisegruppe, die WIRKLICH kein Spanisch verstand und eine Sammelbestellung aufgeben wollte (ich kriegte meinen Tee schon nach 5 min, sie mussten etwas laenger warten ;) Ich half aber schliesslich beim Uebersetzen!) und erhaschte einen Blick auf schneebedeckte Berge, die den ganzen Tag nicht zu sehen waren.
Als dann endlich die Leute, auf die der Kapitaen warten musste, von Hike wiederkamen ging es aufs Wasser. Ein Boot voller Italiener! Hatten wir einen Spass! Sie redeten Italienish und ich Spanisch und es klappte perfekt. Ich bekam einiges ueber Fussball zu hoeren und viele viele Tipps was ich in Bolivien noch machen muss. Auf dem kalten Dach es Bootes sahen wir dann einen wunderschoenen Sonnenuntergang und ich bekam von einem der Italiener viele Legenden erzaehlt, die in Bolivien herumschwirren.
Weil ich zu viel Coca gegessen habe (Mote, ein Zuckercokamix) waren meine Backen ganz taub und ich konnte nicht schlafen… dabei war diese Nacht kein Fest mit schlechter Musik auf der Strasse vor dem Hostal… Naja, erstmal kein Mote fuer die naechste Zeit!
Heute geht es nach einen spaeten Fruehstueck nach La Paz! Danach ist hoffentlich mein Rucksack leichter… man schleppt so einiges mit wenn man reist und nicht an allen Sachen vorbeigehen kann ;) . Jaja, viele viele Souveniers schlummern in meinen Rucksack! Also bald aus La Paz!