Titikaka-Puno

Oktober 27, 2006

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In Peru Titi, in Bolivia alles kaka ;) das erzaehlte uns der Guide auf einer Insel der Urosgruppe. Allerdings sagen die Bolivianer es genau anders herum ;)

Ich konnte mich aus Cusco loseisen und bin nach Puno gefahren, den besten Platz im Bus vorne im Doppeldecker, genoss ich eine wundervolle Landschaft. Warum zahlen die Leute so viel fuer den Zug? Er braucht 4h laenger und man sieht das Selbe, da die Strasse direkt neben den Schienen verlaeuft. 

Ja, Puno…. abends angekommen habe ich nicht viel von der Stadt gesehen (ich bezweifle ob es hier etwas interessantes zu sehen gibt)  und bin am naechsten Morgen mit einer Tour direkt weiter zum See gefahren.  Der Titikakasee… er sah erst gar nicht so gross aus, als wir dann aber losfuhren: ein MEER! Zunaechst ging es zu einer Insel  der Inselgruppe Uros, wo wir auf kuenstlichen, schwimmenden Inseln herumliefen, die Geschichte der Familien dort erzaehlt bekamen und klitze kleine Fische assen.  Mhhhhhhh lecker, frisch aus dem See! (Lieber nicht fragen wie verschmutzt er ist ;) ) Die Leute leben dort in zeltartigen Gebilden aus gewebten Material und versuchen durch Fischfang und Touristen ueber die Runden zu kommen. ‘Wo genau haben die ihr Klo?’ Das habe ich vergessen zu fragen! Sie leben ohne fliessendes Wasser und Strom vom Festland. Wie auch, im Winter schippern die Inseln froehlich herum, da die Verankerungen nicht wirklich halten. Aber: sie haben Solaranlagen ;) Fuer Internet, TV und Radio! Jaja, Fortschritt, aber sehr interessant!

Mit unserem Boot ging es dann weiter zur Insel Amantani (dauert nur 3h!),  wo wir auf Familien aufgeteilt wurden und im Dorf wohnten. In einer verrauchten Kueche kriegten wir ein leckeres Essen, eingequetsch zwischen einem Tisch, quiekende Meerschweinchen unter dem Herd, 2 kleine Maedels, die jeden unserer Schritte beobachteten… eine tolle Umgebung. Das Essen war sehr einfach, JEDER haette vorher gesagt: uaeh! in einer dreckigen Kueche esse ich nicht! Oder: VOn der Strasse darf man nichts kaufen, es ist nicht sauber dort…. ich habe mich eh nicht dran gehalten! Bei den Einheimischen gibt es immer das beste Essen! Und in diesem Falle: eine Supper mit viel viel Gemuese drin, frisch und lecker. Spaeter Reis mit Kartoffeln (beliebte Mischung hier!) Sosse und Gemuese. Fleisch wird auf dieser Insel nicht viel gegessen, nur zu besonderen Anlaessen.

Wer braucht schon Strom und fliessendes Wasser? Eine einzelne Kerze kann sehr hell sein und ausreichen fuer einen ganzen Raum! Allerdings werde ich meine Hemmungen, Meerschweinchen zu essen, nach diese Kueche weiter pflegen… Tagueber besichtigten wir die Ruinen und abends bekamen wir, nach einem Abendessen, traditionelle Kleidung uebergeworfen und gingen auf ein Fest, wo wir den ganzen Abend tanzten. Die kleinen Maedels dort waren ganz versessen aufs Tanzen… ich verrate auch nicht wer gefuehrt hat! :)

Um 10 fielen alle in ihre Betten, ohne Licht ist der Tag eben frueher rum. Ich hatte schon Angst zu frieren, die Betten waren aber sooo warm! Und hart… einfach nur eine Matte auf einem Holzgestell, ich musste diagonal liegen um rein zu passen ;)

Nach einem Fruehstueck um 6.30 ging es dann wieder aufs Boot, die Insel Taquile besichtigen und dann nach Puno. Taquile… eine schoene Insel aber unfreundliche Menschen, sie brauchen die Touristen fuer ihr Einkommen, da sie vom Staat nichts bekommen (aber auch nichts zahlen), lehnen sie aber gleichzeitig ab. Wir assen ein ueberteuertes Essen und gingen dann zuruech zum Hafen. Ca. 10750 Km von daheim entfehrnt…. ich habe es auf einem Schild gelesen.

Was fuer 2 Tage, die Leute dort auf den Inseln zu beobachten, ihre Traditionen und Gebraeuche ein bisschen kennen zu lernen, einfach toll! Jetzt gehe ich noch mit 2 Japanerinnen essen und schlafe dann tief und fest in meinem schoen warmen Bett, hier in der Hoehe ist es schweinekalt!


Machu Picchu

Oktober 23, 2006

Ich war in Machu Picchu!!!! So beeindruckend, so toll, so riesig, so ANSTRENGEND!!!! Aber ich war die erste auf dem Mirador auf Wayana Picchu! Ich habe 4 Leute ueberrundet, mir trotz Regen einen Stein geschnappt (warum kriege ich meine Erkaeltung bloss nicht los?! ;) ) und einfach nur da gesessen, geguckt, gestaunt, es auf mich wirken lassen. Schliesslich wurde das Wetter besser und wir hatten einen tollen Blick! Zum hochlaufen hatte ich eine Begleitung, zum runterlaufen 2 Kerle ;) Etwas jung und aus Lima aber nett, wir waren noch in den Termalbaedern hinterher und haben uns dort im kochenden Wasser schrumpelig werden lassen. Es ist sooooo cool hier! Und kein Problem alleine hin zu fahren! Morgens um 5 standen ein Maedel, Kira aus keine Ahung wo, dass ich die Nacht zuvor im Zug kennen gelernt habe, am Bus und fuhren hoch. Um 6 und bei Regen waren wir die ersten auf dem Gelaende und hatten einen wunderbaren Blick auf MP, Nebelverhangen, von den Abgruenden drum herum hat man nichts gesehen! Dann, innerhalb von Sekunden (nachdem wir eine Stunde dort gewesen sind) hob sich der Nebel und wir konnten alles sehen. Da nur 400 Leute auf den Mirador koennen gingen wir sehr frueh hin und ich kriegte die NR 5. Mit einem Typen, den ich dort kennen gelernt habe stiefelte ich hoch, wir erzaehlten uns unser Leben und brachen erschoepft aber gluecklich oben am Berg zusammen. Noch immer Regen aber ein toller Blick! Ich setzte mich auf einen Stein und wartete auf die Sonne. Fuer eine halbe Stunde waren wir die einzigen oben! So toll! Nach einigen Stunden kam die Sonne aber auch viele Menschen und ich verzog mich wieder nach unten. Dort habe ich gemuetlich die Ruinen besichtigt und bin um 12, als die wirklich grossen Touristenmassen kamen, runter gelaufen… arg, wie weit! Bin ich froh, dass wir morgens zu faul waren bei dem Regen! Nach einer Dusche im Hostel gab es ein tolles Menu fuer 2 Euro und ab ging es in die Termalbaeder, wo Rafael und Carlos, meine Begleiter beim Abstieg, schon warteten. Wir hatten einige schoene Stunden im kochenden Wasser und als es anfing zu regnen gingen wir runter in die Stadt. Die beiden sprangen dann in ihren Zug und ich musste in REGEN wieder hoch…… blieb aber wieder im Internetcafe haengen und las Mails. Gleich ist es hoffentlich besser! OK, das war mein Tag, euch eine schoene Woche, demnaechst aus Puno bzw Titi! Jupp, mañana geht es endlich weiter in Richtung Bolivien!


Cusco

Oktober 18, 2006

16.10.06 

Cusco…. was fuer eine Stadt! Ich koennte und werde es hier laenger aushalten! Am ersten Tag bin ich um 5 angekommen und habe mich in einem suessen kleinen Hostal eingemietet. Im Dorm mit Sabrina und Siou fand ich ein paar Stunden Schlaf und zog dann spontan nach dem Fruehstueck mit Sabrina ins Inka Museum. Es regnete ziemlich stark, also perfekter Museumstag! Die 10 Soles haben sich gelohnt, man denkt immer: wie viel! Aber es sind nur 2,4 Euro, das zahlt man in jedem Museum in Deutschland auch.

In dem Museum werden verschiedene Funde aus den Ausgrabungsstaetten der Region ausgestellt und viele Photos gezeigt. Ueber 2 Ebenen begegneten wir vielem Neuen aber auch vielem Vertrauten, da wir beide aus dem Norden angereist sind und viele Ausgrabungststaetten selbst gesehen haben war ed doppelt interessant.

Vor einer Miniatur (haha, war immer noch 2×6 Meter) von MP standen wir staunend… DORT wollen wir beide hin! Und beide dachten, wie wir  abends feststellten, das slebe: was wuerde es kosten MP ganz fuer sich zu haben? Was wuerde man den anderen Reisenden sagen? ‘Sorry, heute geschlossen?!’ Abends haben wir sehr darueber gelacht!

Spaeter im Hotel wollten wir uns beide nur aufs Bett legen… ich bin aber tief eingeschlafen und erst spaeter aufgewacht um wieder in die Stadt zu gehen und einige Kirchen anzusehen. Das Wetter wurde besser und abends konnten wir trockenen Fusses etwas essen gehen. Danach wollten wir Salsa tanzen, sassen aber nur erledigt in der Ecke rum, in einem Lokal gab es keine Maenner zum Tanzen, im anderen lief noch der Kinofilm und wir gingen bevor es los ging. Aber hier oben in der duennen Luft… ;)

17.10.06

Am naechsten Morgen schlenderten wir zum Markt, Artesante und Lebensmittel aller Art (auch komische getrocknete Tiere!) und ich kaufte fuer MP eine Muetze und Handschuhe, hier kann es echt verdammt kalt werden! Jetzt laufe ich froehlich mit einem Lama auf der Stirn rum!

Nachmittags ging es auf die Suche nach dem Bus nach Pisca… frage nie einen Polizisten ;) die Regel gillt hier wie in Mexico. Aber wir wurden fuendig und fuhren sehr billig zwischen vielen froehlichen Schulkindern eingequetscht nach Pisac. Dort gingen wir einmal ueber den Markt und entschieden dann erst zu den Ruinen hoch zu gehen. Unserem Verhandlungsgeschick sei dank, ein Collectivo nahm uns fuer 3 Soles mit und wir mussten nur noch einen Kilometer laufen. Der zog sich allerdings sehr! Wir kletterten ueber schwindelerregende Passagen und kamen schliesslich von Floetenklaengen begeitet bei einer der Ruinen an. Der Blick alleine ins Tal war Atemberaubend! Auf dem Weg zu den Hauptruinen fanden wir auch unsere Quelle der Floetenmusik, die die ganze Zeit vom Wind heruebergetragen wurde. IN einer kargen Landschaft sass ein sehr bunt gekleideter Mann und spielte vor sich hin. Mareike Mareike…. ich musste natuerlich eine Floete kaufen! Auch wenn ich sie nur ansatzweise spielen kann…. ich weiss was die Dinger hier in Cusco kosten! Ich habe mich hier mit einem Floetenspieler und-verkaeufer angefreundet und er  verkauft sie fuer das Doppelte. Naja, nach weiteren Kletterpartien in den Ruinen (warum den normalen Weg nehmen wenns auch anders geht?) ging es den berg runter zu einem Aussichtpunkt, wo wir, mal wieder auf eigene Faust geklettert, von einem Guide zurueckgepfiffen wurden und bis ins Tal von ihm begleitet wurden.  Er sang vor sich hin, erzaehlte uns viel und rannte schliesslich mit Sabrina den Berg runter. Mareike mit ihrer neuen Floete hoppelte hinterher ;)

Der Markt war schon  halb abgebaut, das hinderte aber nicht daran noch das letzte Geld fuer einen tollen Poncho auszugeben! Nur die 2,2 SOles fuer die Fahrt befanden sich noch in meiner Tasche (dachte die Verkaeuferin… die 50 Soles verschwieg ich ihr, da ich nicht so viel zahlen wollte)

Wieder angekommen assen wir noch bei einem Inder, tranken Cokatee und vielen erneut in unsere Betten! Was fuer ein Tag, ganz schoen viel Gekraxel!

18.10.06

Huch, schon wieder frueh aus den Federn! Und mit Sabrina den Berg hinter dem Hotel hochgelaufen. Oben sind Ruinen: Sacsayhuaman, Kenko, Puka Pucara und Tampumachay

DOrt sassen wir eigentlich nur eine Stunde in der Sonne, liessen die Sicht auf die Ruinen mit ihren RIESIGEN Steinen auf uns wirken und quatschten mal wieder ueber Gott und die Welt (Spanisch und Englisch, bei ihr lerne ich noch richtig Spanisch sprechen! Und dabei kann sie auch Deutsch).

Nach einem Photo mit 2 Juenglingen, ich muss wirklich mal Geld dafuer verlangen, besichtigten wir die Ruinen und machten uns wieder auf den Rueckweg. Im Hostel assen wir schnell was und ich machte mich alleine auf den Weg in mehrere Kirchen und Museen. Was mich sehr beeindruckt hat: Museo del Arte de Niño de las Andes, eine Dokumentation eines Kunstprojektes (seit 16 Jahren am Werke), dass Kinder in abgelegenen Doerfern besucht und sie in Kunst unterrichtet. Die Werke der Kinder sind einmalig! Sie leben in einer anderen Welt, nicht zu vergleichen mit den kleinen uniformierten Schulkindern, die Geschichte und Politik lernen. Sie haben viele ihrer Traditionen beibehalten, leben ihre Philosophie und Weltanschauung und sind einfach noch nicht komplett von unserer westlichen Welt verdorben.

Ja, das war/en mein Tag/e bisher,  ich bleibe aber noch ein bisschen. Uebermorgen kommt Eloise und ich denke mal wir erkunden zusammen MP! Auch mit verdammt vielen Touristen eines meiner Hauptziele hier!


Arequipa

Oktober 15, 2006

Gruesse aus Arequipa, passenderweise habe ich den Geburtstag der Stadt abgekriegt und streune auf den Strassen von einem Fest zum anderen. Heute fahre ich um 8 nach Cusco, also kein Abstecker ins Colca-Tal…. das haette zu lange gedauert, da es sich fuer einen Tag nicht lohnt und ich fuer einen 2-mehrtagigern Hike momentan nicht fit genug bin. Das naechtlich Bad im Pool hat mir nicht so gut getan ;)

Gestern bin ich fleissig durch die Stadt gestiefelt und habe mir alles moegliche angesehen. Es ist sehr warm hier (tagsueber) und die Haeuser sind aus weissem Vulkangestein. Ich finde zwar, dass sie eher grau sind, das kann aber auch an der Luftverschmutzung hier liegen. :)

Gestern habe ich schon eine Tour durch die Stadt gemacht, habe aber nicht so sehr viel gesehen, die Busfahrt steckte noch in den Knochen… Aber das Museum Santuarios Andios ist sehr interessant. Eine Fuehrung auf Deutsch und ein Film auf Englisch machten die Sache sehr anschaulich. Alles ueber ein Forschungsprojekt, das Opfergaben der Inka auf Vulkanen ausbuddelt und hier in der Gegend auf einem Vulkan gleich mehrere Mumien gefunden hat. Alles Kinder! Eine der Kindermumien ist dort ausgestellt, sie ist die am besten erhaltene, da sie nur 14 Tage an der Luft war, ihr ganzer Koerper war nur  gefrohren die ganze Zeit ueber und man konnte viele Untersuchungen machen und Informationen sammeln. Aber man muss es selbst sehen :) Also: auf nach Peru!

So, ich suche mir dann mal einen Platz zum Essen, ein Menu kann man hier fuer 3-4 Soles kriegen, weniger als ein Euro! Und lecker ist es, auch wenn ich Huhn langsam nicht mehr sehen kann ;)


Ica

Oktober 12, 2006

 Nach einigen partyhaltigen Naechten in Lima (ich weiss echt nicht warum ich ein Bett hatte, nachts lagen wir nicht drin ;) ) bin ich ueber Pisco nach Ica gefahren. In Pisco habe ich nur 2 Tagestouren zu dem nahen Nationlapark gemacht. In Ica, bzw in der kleinen Oase Huacachino (richtig so? keine Ahnung)  habe ich viel Spass gehabt. Abend angekommen gab es gleich ein dickes fettes BBQ und Pisco Sour, eine Art Nationalgetraenk hier. Pisco, Zitrone, Zucker und Eiweiss! Leckerlecker ;)

am naechsten Morgen ging es dann mit einem Buggy in die Wueste. Bergundtalbahn ist nichts dagegen! Wir Sprangen ueber Duenen, fuhren ins halsbrecherischer Geschwindigkeit riesige Sandberge hoch und runter und besichtigten einige Oasen. Sandbording mussten wir natuerlich auch ausprobieren, ein Idiotenhuegel war unser Uebeplatz und dann ging es los, mit unglaublicher Geschwindigkeit die Duenen hinunter. Das praktische dabei: der Fahrer holte uns unten immer ab!

In der Nacht bin ich an der Bar versackt. Mein Franzoesisch wurde immer besser, Cerveca und Pisco halfen mir dabei ;) Aber die beiden Franzosen konnten kaum Englisch und kein Spanisch… also mussten wir mit Haenden und Fuessen unser Franzoesisch aus dem spanischen Kuddelmuddel ausbuddeln und hatten eine nette Zeit, die nachts um drei im kalten Pool endete. Meine Hose lag heute morgen noch da… ich habe mich nach unserem Bad nur noch ins Bett geschleppt und hab gepennt.

Morgens bin ich dann (heute) zu 2 Bodegas hier gefahren und habe Wein probiert. Mh, nach so einer Nacht war es etwas schwer… aber cool, ihc hatte mal wieder den Guide fuer mich allein. Der Wein hier ist supersuess! Und der Pisco?! OH, I had enough!

Heute het es ineinem Bs nach Arequipa… mal sehen wie es dort wird!


Lima

Oktober 6, 2006

Lima, morgens um 5 angekommen, kalt, disig….. im Hostel angekommen hab ich per Taschenlampe ein Bett zugewiesen bekommen, Oropax reingepackt und gepennt. Als ich aufstand war es warm, sonnig, schoen. Nach einem leckeren Fruehstueck im Hostel (fuer etwa einen Euro, sonst zahlt man mehr!) ging es dann durch die Stadt.

Gleich neben dem Hostal España befindet sich ein Convent ‘San Francisco’, das auch ein Museum beherbergt. Die Tour dort wurde mir fast aufgedraengt und schon ging es im Laufschritt durch die Gaenge. Man hatte keine Zeit die Bilder zu betrachten, die Wandgemaelde und Malereien von 1620 auf den Fliesen der Wand… also bin ich nach den kellergewoelben mit 23000 toten Menschen drin, schoen nach Knochenarten sortiert, meiner Tour enschluepft und habe noch mal von vorne angefangen. Gemaelde meint in diesem Museum 5×8 Meter minimum! So interessant! Meist aus Spanien im 17. Jh hergebracht und alles frisch restauriert! Es roch richtig schoen nach Oelfarben.

Sehr verwinkelt ging es ueber einige Treppen in unterschiedliche Raeume, die Waende voller Schnitzereien und Bilder. SO SCHOEN! Ich war wirklich beeidruckt.

Spaeter, am Plaza Mayor traf ich einen Mitbewohner aus meinem Zimmer und wir haben den Palast des Goverments betrachtet. Von der entgegengsetzen Seite kamen 2 weitere Leute aus meinem Zimmer und zu viert zogen wir in die Catedral de Lima. 10 Soles Eintritt?! Die haben sich aber auch gelohnt! Die Kirche war einfach nur beeindruckend, nicht ueberladen mit Gold und Silber wie viele spanisch Bauten hier, sondern fast schlicht gehalten in ihrem Stil. An den Waenden hingen viele Bilder und in Nischen waren, wie ueberall hier, verschiedene Heiligenstatuen auf Altaeren. Das Museum war klein aber fein, drei unterschiedliche Religionen brachten viel Gespraechststoff! Aber auch viel Scheiss ahm, Spass… beim Gewand des Papstes kam die Frage auf: Was traegt der Papst drunter? oder Warum traegt er Frauenschuhe? Warum…. viele Antworten kamen heraus… aber ob die auch stimmen? Wir haben nicht wirklich viel Respekt und Demut vor den Austellungstuecken gezeigt und uns lieber eine schoene Zeit gemacht, viel gelacht und viel gesehen! Aber gerade diese Austellungsstuecke werden uns immer ein Erinnerung bleiben. Dazu gehoert auch ein Gemaelde aus dem anderen Museum: Das letzte Abendmahl Jesu… in der Mitte des Tisches stand eine Platte mit einem gebratenen Meerschweinchen… WIRKLICH das einzig, was ich hier nich probieren werde! Die kleinen armen Dinger sehen gebraten nicht unbedingt besser aus, man kan das kleine Ding einfach nicht essen! Ich jedenfalls nicht. Ich spiele lieber mit dem kleinen hund hier im Hostel… ein kleiner suesser 2 monate alter schwarzer Gefaehrte einer grauen katze, die netterweise neben mir geschlafen hat. Wenn die Floehe hatte schreie ich!

Den nachmittag habe ich auf dem Dach des Hotels neben einem Papagei zugebracht und mit Amic, einem Israeli aus meinem Zimmer gequatscht. Es war so schoenes Wetter! Das mussten wir ausnutzen. Heute treffe ich mich vielleicht noch mit 2 Freunden aus Ecuador, die in Lima wohnen. Morgen mit Stefani, die ich in Chavin kennen gelernt habe und So mit 2 Maedels aus Heidelberg, die mit mir zusammen in Huaraz im Zimmer waren. Man trifft so einige Leute wenn man reist!


Huaraz

Oktober 5, 2006

OK, dann eben doch….  (siehe Kommentar von Aggi ;) )

Also, heute sind wir um 6 aufgestanden und haben vergeblich auf ein Fruehstueck gehofft. Ein trockenes Broetchen und ein Tee mussten es auch tun. Mit zwei Maedels aus Heidelberg und einer Englaenderin ging es dann in einen Bus, der uns nach 2h oder so auf einem Berg rausschmiss. Wir wurden schon zu Anfang belohnt! Wir hatten einen tollen Blick auf die Laguna Llanganuco und die Berge drum herum (Huascarán 6768m, Chopicalqui, 6454m usw.) Selber waren wir auf 4700 und  kamen ganz nett ins Schnaufen als es eine halbe Stunde stramm den Berg hinauf ging.

Stramm ist vielleicht uebertrieben… mit vielen Pausen ging es nach oben ueber eine Felsnase und schwups die wups auch schon wieder runter. Wir hatten wirklich beeindruckende Blicke auf schneebedeckte Berge, Graslandschaften und einfach beeindruckende Felswaende. Man steht davor, fuehlt sich ploetzlich klein und kann es kaum in sich aufnehmen. Es rauschen Wasserfaelle von den Gletschern herunter in kleine Fluesse und eine kleine Lagune, keine anderen Geraeusche als die von Voegeln, Wind, Wasser und das Schnaffen der Reisegruppe ;) Wirklich wirklich eindrucksvoll!

Die komplette Tour hat 11 Stunden gedauert, zurueck ging es eingequetscht in einem Collectivo (15 PLaetze zum sitzen…. 25 Mitreisende, und das mit meinen Beinen! Die Dinger sind fuer Leute gebaut, die nen Kopf kleiner sind….) wieder zurueck nach Huaraz.

Jaja, lustige Zeit! Aber anstrengend…. danach sassen wir erledigt rum, haben etwas gegessen und ich habe die beiden anderen zum Busbahnhof gebracht. Weil so viel Zeit war haben sie mich gleich danach wieder zurueck zum PLaza gebracht und dann habe ich mich dazu entschlossen doch noch einen Artikel zu schreiben ;) Das was mein Tag. Morgen geht es wieder zu Ruinen, mal sehen wann ich genug davon habe!


Pyramiden-Lehmhuegel

September 30, 2006

Wie viele Pyramiden kann man an einem Tag besichtigen? VIELE

Morgens um 10 ging es los, meine Waesche aus der Waescherei war natuerlich noch nicht da…. also die letzte halbwegs saubere Hose geschnappt und ab ins Auto zu den Pyramiden Huaca de la Sol und Huaca de la Luna. Versprochen wurde mir ein englischer Guide… dem war aber nicht so, ein gelockter Guide begruesste uns auf Spanisch und tanze wild gestikulierend vor uns auf und ab. Er war recht gut zu verstehen und dank meiner Vorkenntnisse durch eine Film ueber die Pyramiden konnte ich anderen sogar aushelfen beim Uebersetzen der Informationen…. (jippi, ein Hoch auf mein Broeckelspanisch!) Nach der Besichtigung der Ausgrabungsstaetten der beiden Pyramiden und vielen vielen Zeichnungen im Sand und Erklaerungen ging es in einem Restaurant etwas essen. Mein Teller kam sehr spaet, dafuer war er aber auch HOCH beladen! Wer soll so viel essen? Huhn (was auch sonst hier…) mit Salat, Pommes und Reis, so wie einigen Sossen. Sehr typisches Gericht hier, auch wenn ich mich an die Pommes mit Reis nicht gewoehnen kann…  Mhhhh, aber lecker. Ich sass an einem Tisch mit einem Paerchen aus Lima, die ich sicher in der naechsten Woche wiedertreffen werde.

Anschliessend ging es zu verschiedenen Stationen:

Huaca el dragon

Huaca la Esmeralda

Museo de Sitio Chan Chan

Palacio Tschudi Chan Chan

Huanchato

Die Staetten waren sehr unterschiedlich, nicht nur von Stil her, sondern auch von der Herrichtung. Wie in Guatemala und Mexiko ist man hier in den letzten Jahren dazu uebergegangen nur noch auszugraben, zu befestigen und zu konservieren…. es wird nichts mehr hergerichtet und wieder aufgebaut.  Die ersten Pyramiden wurden noch wieder errichtet und die Malereinen vervollstaendigt und wiedererschaffen. Von den 20%, die von dem Gebauede uebrig waren sieht man nicht viel, makellose Waende und Formen verdecken die eigentlichen Ueberreste der Gebaeude. Aber schoen zu sehen ist bei ihnen die Ausrichtung  zu verschiedenen Punkten des Reiches, zu Bergen und Himmelsrichtungen. Das waere zum selbersehen so sicher nicht moeglich gewesen, wenn die Pyramide nicht wieder aufgebaut waere.

Die Stadt Chan Chan wird nach und nach ausgegraben und konserviert. Sie gleicht einem Labyrinth und muss sehr eindrucksvoll gewesen sein frueher, noch heute ist sie einfach unglaublich, wenn auch etwas luftiger als damals, an  manchen Stellen kann man ueber die Mauern schauen, frueher aber waren sie 10 Meter Hoch. In teilweise engen Gaengen konnte man zu den verschiedenen Haeusern und Palaesten gelangen, klar aufgeteil nach den Raengen und Aufgaben der Leute.

Mitten im Kleinen Palast ist das Grab des Koenigs. Netterweise durfte seine Frau und sein Harem mit ihm dort liegen, genauso wie seine engsten Vertrauten… jaja, dem Koenig nahe zu stehen und ihn deshalb in die naechste Welt zu begleiten konnte schnell mal den Kopf kosten ;)

In Huanchato haben den Sonnenuntergang bewundert und sind wieder heim gefahren. In diesem Dorf kann man die Vorgaenger des Surfbretts sehen! Die Fischer benutzten aus Binsen zusammen gebundene Boote und ruderten raus, auf den Wellen reitend ging es dann wieder zurueck an den Strand.


Trujillo

September 29, 2006

Heute morgen, in einem tollen Bett erholt aufgewacht (war ja auch teuer genug ;) ) ging es in Richtung Terminal. Hier gibt es nicht EINEN Terminal, sondern jede Busgesellschaft hat einen oder zwei! Naja, die Taxifahrer kennen sich aber aus und schwups sass ich und wartete auf meinen Bus. Wie schon in Ecuador und Central America musste ich feststellen, dass das Bussystem hier SEHR gut ausgebaut ist. Fuer etwa 4 Euro ging es 4 h in Richtung Sueden nach Trujillo, alle 30 min gibt es einen Bus.

Hier angekommen habe ich erst einmal gegessen. Wie immer keine Ahnung was genau es war… solange es lecker ist will ich es nicht so genau wissen ;) , die tun auch arme kleine Meerschweinchen in ihr Essen! Spaeter ein Taxi gekapert, ging es zu meiner Herberge, die mitten in der Stadt liegt. Die Altstadt ist schoen, offene Strassen und freundliche Leute. Bei der Touristeninfo habe ich Ikg Material bekommen (sogar auf Deutsch!) und nette Empfehlungen gekriegt, was ich noch alles in Peru anstellen kann. Auf der Suche nach dem Archeologischen Museum traf ich Horche (wird so gesprochen, nicht geschrieben…) der mir eine Tour andrehen wollte. Ich bin erstmal gemuetlich  durchs Museum gelaufen (wenn sie wirklich was verkaufen wollen warten sie auch ;) ) und bin dann spaeter mit zur Agentur gelaufen. Die Tour haette mich mit Bus und Eintritt mehr gekostet und so werde ich von Tuer zu Tuer gefahren. Ausserdem wurde ich in gebrochenem Deutsch gut unterhalten, was will ich mehr?


Chiclayo – Sipàn

September 28, 2006

Angekommen hier! Nach einer naechtlichen Busfahrt, einigen Stempeln im Pass und der wilden Suche nach einem Hotel heute morgen bin ich hier, im Tumbas Reales gelandet. Teuer! Aber fuer eine Nacht ganz nett ;) In Piura wollte ich doch nicht bleiben, also bin ich mit dem naechsten Bus weiter gefahren, ob nun 8 oder 12 Stunden, darauf kommt es dann auch nicht an.

Fleissig und muede habe ich mich gleich auf zu den Ruinen gemacht und sie besichtigt… jedenfalls die Lehmhuegel die zu sehen waren. Hin ging es in wilder Fahrt mit einem Minibus, der wieder die doppelte Menschenmenge auflud. Die Ruinen liegen 30km ausserhalb, 1,5 Stunden fahrt durch die kleinen Gemeinden und Hoefe. Hier in der Gegend wird viel Zucker angebaut, der dann in riesigen Buendeln auf kleine suesse Esel geschnallt abtransportiert wird. Man kann Scheiben der PLanzen als Suessigkeit auf der Strasse kaufen (ich habe mich immer gewundert, was die weissen Dinger wohl sind)
Eine horde Kinder ueberfiel mich als ich die Grabungsstaetten betrat und ich musste fuer Photos posieren und Fragen baetworten. Allerdings musste auch ein Photo mit den Lehrern gemacht werden. ;)

Nach einem Blick ins kleine Museum dort ging es wieder zurueck, 1,5 h im vollgepacktem Bus. Die Fahrt war wieder recht lustig, auch wenn ich Muskelkater vom Vortag habe! Die Landschaft hier ist einfach so anders als in Ecuador. Die Leute auch… auf der Strasse kann man keinen Schritt tun ohne beobachtet zu werden, Sprueche abzukriegen und einfach doof angemacht zu werden. Aber daran muss man sich gewoehnen…